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Melle
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Red Light News
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Coronakrise

#2

Beitrag von Red Light News »

NOZ 10.11.2020
Saunaclub Yasmin in Melle wegen Lockdown geschlossen – wie geht es weiter?

Mit dem Corona bedingten November-Lockdown hat auch eine Branche zu kämpfen, über die die meisten nur hinter vorgehaltener Hand tuscheln: Bordelle. Seit Anfang November ist auch der Saunaclub Yasmin in Melle-Westerhausen wieder geschlossen.

Das Licht ist aus. Mal wieder. Und mal wieder ist Corona schuld. Keine Gäste, keine Einnahmen. Saunaclub-Geschäftsführerin „Karima“ ist tieftraurig. „Es ist so, leider“, sagt sie und kämpft mit den Tränen, als sie von der Corona-Krise erzählt, die das Bordell bereits im Frühjahr hart traf und zur langen Schließung führte.

Anfang September, nach fast sechs Monaten Zwangspause, konnte auch der Saunaclub wieder öffnen – unter strengen Hygieneregeln natürlich: „Dabei waren wir schon immer ein wunderbarer, sauberer Laden“, sagt Karima selbstbewusst.

Viel Geld habe sie für die Wiedereröffnung in Corona-Zeiten investiert. In Desinfektionsmittel und Handschuhe, Fieberthermometer und Masken. Überall im Club hängen die verschärften Hygieneregeln gut sichtbar, auch Teppiche mit Abstandshinweisen hat die Betreiberin des Clubs anfertigen lassen.

Vom Staat habe es zwar eine finanzielle Unterstützung für den Betrieb während der Corona-Pause gegeben. Doch mehrere Tausend Euro an Fixkosten monatlich für Miete und Strom hätten den Betrag fast in einem Monat vernichtet.

Mit einem FKK-Event war der Club nach der ersten auferlegten Pause wieder in den Betrieb gestartet. „Alle nackt, mit Maske“, erinnert sich die Geschäftsführerin. Mit dem Halloween-Event ging der Club in die erneute von der Politik beschlossene Zwangspause, und seit dem 2. November sind die Bordelltüren wieder zu. Den gesamten November auf jeden Fall. Wie es dann weitergeht? Das ist im Moment unklar.

Tränen laufen über Karimas Gesicht, sie schüttelt den Kopf und erklärt, dass sie es nicht versteht, warum Politiker Entscheidungen treffen, die nachweislich den Branchen schaden, die keine Treiber der Pandemie gewesen sind: „Ich bin noch immer schockiert, wirklich. Wir haben uns an alle Regeln gehalten, es ist nicht nachvollziehbar.“

Die „Entscheidung von oben“, wie Karima sie nennt, hat einen Betrieb getroffen, an dem viele Schicksale hingen. Denn die Frauen aus Osteuropa, die im Saunaclub Yasmin arbeiten, kämen nach Deutschland, um Geld zu verdienen, mit dem sie ihre Familie in der Heimat gut versorgen können.

Auch viele Stammgäste seien traurig über die aktuelle Situation. Denn: „Nicht jeder kommt für Sex hierher“, stellt Karima klar: „Manche freuen sich darüber, nicht allein zu sein und jemanden zum Reden zu haben.“

Die meisten Frauen des Clubs seien mittlerweile abgereist, in die Heimat zu ihren Familien. Der Club mit all seinen Zimmern ist penibel aufgeräumt und blitzsauber, ein frischer Blütenduft liegt in der Luft. „So ist es und so mag ich es“, sagt Karima.

Sie selbst sei schon lange in der Branche tätig, erzählt die heute 35-Jährige, „für meinen Erfolg habe ich immer sehr hart gearbeitet.“

Eine andere berufliche Tätigkeit auszuüben, könne sie sich nicht vorstellen: In der Szene ist die Betreiberin des Meller Bordells nach eigenen Angaben gut vernetzt. Dass es infolge der Corona-Pandemie einige Insolvenzen geben wird, scheint ihrer Meinung nach unausweichlich.

Karima selbst will aber stark bleiben, die Hoffnung nicht aufgeben und weitermachen: „Auch, wenn mir das gerade nicht leichtfällt und ich mich oft allein und ohne Kraft fühle.“

Dann lächelt sie: „Aber ich habe immer für meinen Job gekämpft. Ich mache das auch weiterhin.“
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Immobilie wechselt Besitzer

#3

Beitrag von Red Light News »

NOZ 21.03.2023
Das rote Haus ist verkauft: Was passiert mit dem Gebäude in Westerhausen?

Das markante Gebäude im Meller Ortsteil Westerhausen an der Kreuzung Holster Straße/Osnabrücker Straße/Westerhausener Straße hat den Besitzer gewechselt. Ringsherum finden seit einiger Zeit Veränderungen statt. Wer kommt? Wer geht? Bleibt der Saunaclub?

Richard Wente (82) ist ein Westerhausener Urgestein. Aus Altersgründen hat er sein Haus an der Westerhausener Kreuzung vor einiger Zeit verkauft. „Das war alles eine ganze Menge Arbeit“, sagt er und verweist auf die einigen Tausend Quadratmeter Grundstück, die gepflegt und in Schuss gehalten werden mussten. „Das wurde alles einfach zu viel.“

Von Lido Bar bis Saunaclub Yasmin

Vor vielen, vielen Jahren, da war in dem Haus eine Gaststätte untergebracht. Seit Jahrzehnten aber ist das markante Gebäude in Westerhausen vor allem deshalb bekannt, weil es unübersehbar für jeden, der daran vorbeikommt, ein Bordell beherbergt. Lido Bar, Nachtclub Cleopatra, Club Cherie und seit einigen Jahren Saunaclub Yasmin: Das Gewerbe, das an der Osnabrücker Straße 211 betrieben wird, hatte viele Namen und mindestens ebenso viele Betreiber. Nicht immer sei das Miteinander leicht gewesen, gibt Wente zu.

Über die jetzige Betreiberin sagt er: „Sie war meine beste Mieterin in all den Jahren.“ Deshalb freue es ihn auch, dass der Saunaclub vor Ort erhalten bleibt: „Das war mir schon wichtig, dass ein neuer Besitzer auch den Mietvertrag weiterlaufen lässt.“

Er selbst bleibt in dem Haus wohnen. Die drei anderen Wohnungen, die in dem Gebäude sind, seien bereits renoviert worden, weiß Wente. „Das wird ein Fahrerhotel“, verrät er und verweist für weitere Informationen an den neuen Eigentümer.

Der neue Eigentümer möchte namentlich nicht genannt werden. Auch, weil das Gewerbe im Haus in Kombination mit seinem Unternehmen für falsche Eindrücke sorgen könnte. Dass er dort ein Hostel für seine Mitarbeiter realisiert hat, bestätigt er: „Wir wollen als Firma, dass unsere Leute gut beherbergt sind.“

Über den Saunaclub als unmittelbaren Nachbarn sagt er: „Da gibt es einen Mietvertrag und der wird natürlich bis zum letzten Tag erfüllt. Wie es danach weitergeht, wird sich zeigen.“ Er betont zudem, dass bestehende Mietverträge bei einem Kauf übernommen werden müssten, es eben nicht anders gehe.

Im Außenbereich haben bereits erste Veränderungen für Aufsehen gesorgt. Die kompletten Grünanlagen entlang der Westerhausener Straße wurden entfernt und geben den Blick auf das Gebäude frei, wo hinter einem hohen Holzzaun der Außenbereich des Saunaclubs liegt. Richard Wente findet: „Jetzt sieht man erst, wie riesig das Haus tatsächlich ist.“

Ob die auffällige rote Fassadenfarbe noch geändert wird? Der neue Besitzer ist unschlüssig. Alles in allem sei das Gebäude kostspielig, weil es in die Jahre gekommen sei und die Innensanierung einiges an Geld verschlungen habe. Außerdem habe er einen Mitarbeiter, der sich allein um die knapp 14.000 Quadratmeter Außenfläche kümmert.

Für die Nutzung des Gebäudes und des Grundstücks waren verschiedene Ideen im Umlauf. Dazu gehörte auch ein Altenheim, was sich laut Wente an Ort und Stelle aber nicht realisieren ließ.
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Gerüchteküche

#4

Beitrag von Red Light News »

NOZ 28.03.2023
Gerüchte machen „Saunaclub Yasmin“ in Westerhausen das Leben schwer

Verunsicherte Kunden bereiten „Saunaclub Yasmin“-Betreiberin Karima aktuell Sorgen. Weil diese vermuten, der Club im Meller Ortsteil Westerhausen würde schließen, wird sie seit einigen Tagen vermehrt angerufen. Sie klärt auf.

Die Gerüchteküche brodelt, weil das auffällige rote Haus in Westerhausen den Besitzer gewechselt hat. Der ehemalige Eigentümer Richard Wente hat es an einen Meller Unternehmer veräußert, der vor Ort Wohnmöglichkeiten für einige seiner Mitarbeiter geschaffen hat.

Seit sechs Jahren ist der „Saunaclub Yasmin“ in dem Gebäude zu Hause. Und er bleibe dort auch weiterhin, wie Club-Chefin Karima versichert. Sie ist sauer über die Gerüchte, dass der Club nach dem Verkauf jetzt plötzlich dicht machen würde: „Das stimmt nicht. Wir bleiben hier.“

An die 40 Kunden hätten sie in den vergangenen Tagen kontaktiert, um nachzuhaken, was an dem Gerücht dran sei. Die Betreiberin sagt: „Das ist nicht gut für uns und unser Geschäft.“ Zumal auch Stammkunden verwundert seien.

Nach Pandemie einiges investiert

Bereits die Pandemie war anstrengend für die Branche und das Etablissement in Westerhausen, das mit angeordneten Zwangsschließungen umgehen musste. „Es war eine ganz schlimme Zeit“, sagt die Betreiberin.

Nach Corona habe sie in den Club und seine Substanz investiert. „Unter anderem in neue Duschen und es gibt jetzt ein ganz neues Zimmer.“ Bis 2028 laufe der Mietvertrag für den Club. Der Vorbesitzer hätte ihn noch verlängert. „Und so lange bleiben wir auf jeden Fall.“
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