Circolo Passion Archiv 📂

Innsbruck
Antworten
Benutzeravatar
Red Light News
Beiträge: 402
Registriert: 21.02.2025
Kontaktdaten:

Brand 🔥

#2

Beitrag von Red Light News »

TT 18.06.2012
Innsbrucker Feuerwehr zog Bilanz

Auszug aus Artikel

Auch derBrand am 18. Juni 2012 im damals noch im Bau befindlichen Saunaclub am Grabenweg 65 stellte eine besondere Herausforderung dar.
🗞️ Zum Artikel
.
TT 18.09.2021
Bordell-Brandstifter war nur Verleumder: Zwei Jahre Zusatzhaft

Mit frei erfundener Brandlegung Ex-Bordellbetreiber verleumdet: zwei Jahre Zusatzhaft für Erpresser.

Eine Brandstiftung an einem Bordell ist in Tirol schon an sich etwas Ungewöhnliches. Noch ungewöhnlicher waren jedoch die Umstände, die dazu gestern – gut neun Jahre nach der angeklagten Tat – zum Prozess wegen Brandstiftung führten.

Ein neunfach vorbestrafter Türke, der erst 2019 wieder in einen großen Erpressungsfall verwickelt war (viereinhalb Jahre Haft), hatte vorgegeben, sein Gewissen komplett erleichtern zu wollen, und vor dem Landeskriminalamt eine „Lebensbeichte“ abgelegt. Dabei führte er aus, dass er damals der Brandstifter am 2012 noch im Bau befindlichen Innsbrucker Saunaklub „Circolo Passion“ gewesen sei. Das Motiv beichtete der 44-Jährige den erstaunten Polizisten auch gleich: Demnach habe ihn der einstige Partner der bereits verstorbenen Rotlichtgröße Gino Simoni dazu gegen einen Lohn von 350.000 Euro angestiftet, da sich dieser für die neue Konkurrenz durch das „Circolo Passion“ habe rächen wollen.

So weit die belastenden Angaben des gestern am Landesgericht Erstangeklagten. Sorgen machten sie nicht nur Verteidiger Hermann Holzmann, der gestern im Plädoyer betonte, dass er vorab seine Bedenken angemeldet habe: „Ich sagte ihm offen, dass es manchmal besser ist, wenn man schweigt. Er wollte aber sein Gewissen erleichtern.“ Richterin Heide Maria Paul fühlte dem Angeklagten auf den Zahn und ließ ihn die Tat im Prozess noch einmal rekonstruieren. Widersprüche zu Ermittlungen taten sich dabei nicht nur zum Öffnen von Fenstern oder aufgebrochenen Türen auf.

Der Zweitangeklagte bestritt ohnehin jegliche Anstiftung und stellte die Frage nach dem Sinn: „Was soll ich bei 290.000 Euro Monatsumsatz für 350.000 Euro die Eröffnung für einen Monat verzögern?“

Verteidiger Holzmann nahm darauf den 44-Jährigen nochmals ins Gebet. Ergebnis: alles erlogen – Motiv für die Geschichte unerfindlich. Staatsanwalt Markus Grüner: „So etwas habe ich ja noch nie erlebt!“ Die Anklage wurde darauf auf Verleumdung des Zweitangeklagten modifiziert. Das ergab nochmals zwei Jahre Zusatzstrafe für den 44-Jährigen.
🗞️ Zum Artikel
.
Krone 18.09.2021
Justizkrimi elf Jahre nach Bordell-Brand in Tirol

Elf Tage vor der Eröffnung richtete ein Feuer im Juni 2012 im Innsbrucker Saunaclub Circolo Passion beträchtlichen Schaden an - ein Brandanschlag! Nun legte ein wegen anderer Delikte in Haft sitzender Türke (44) eine angebliche Lebensbeichte ab. Er sei der Brandstifter, ein verfeindeter Rotlicht-Chef habe ihn angestiftet. Nach stundenlanger Verhandlung entpuppte sich alles nur als Märchen.

DNA-Spuren oder Fingerabdrücke fanden sich nicht am Tatort in der Rossau, die Brandstiftung blieb ungeklärt. Im Herbst vor zwei Jahren gab plötzlich ein in Suben (OÖ) wegen Erpressung einsitzender Türke an, er habe damals ein Fenster des fast fertigen Nachtclubs aufgedrückt und in den Innenräumen Feuer gelegt. Angeblich deshalb, weil ihm ein anderer Tiroler Rotlicht-Zampano 350.000 Euro versprochen habe. Er selbst und besagte Rotlichtgröße waren daher am Landesgericht angeklagt. Der eine wegen der Brandstiftung, der andere wegen der Anstiftung.

Widersprüche zur Tat

Der erstangeklagte Türke erzählte, wie er sich damals über ein Nachbargrundstück Zugang verschaffte und ein gekipptes Fenster aufdrückte. „Dabei hatte ich zwei Benzinkanister und eine Gießkanne.“ Die Richterin blätterte in den Ermittlungsakten und runzelte die Stirn: „Laut Ermittlungen am Tatort war aber kein einziges Fenster offen.“ Auch die Schilderung, dass er danach via Flughafen München nach Istanbul geflogen sei, ließ sich trotz Anfragen bei Fluglinien nicht verifizieren. Laut Ermittlungen am Tatort war aber kein einziges Fenster offen. Die Richterin äußert Zweifel.

Angeblicher Anstifter wehrt sich

Als Verleumdungsopfer sah sich der Etablissementbetreiber. Er kenne zwar den Türken und einmal habe man sogar in Kaufabsicht in dessen Heimatland Immobilien besichtigt, über den Circolo Passion habe man aber nie gesprochen. Und nein, eine Fehde im Milieu habe es nicht gegeben. Am Ende mahnte der Verteidiger den Türken nochmals eindringlich vor den Folgen einer Verleumdung. Um nicht alles noch schlimmer zu machen, räumte der 44-Jährige ein, alles sei nur ein Märchen. Das Motiv blieb ein Rätsel und der Staatsanwalt schüttelte den Kopf: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Folge für den Türken: Zwei Jahre Zusatzhaft.
🗞️ Zum Artikel
Benutzeravatar
Red Light News
Beiträge: 402
Registriert: 21.02.2025
Kontaktdaten:

Circolo Passion Archiv 📂

#3

Beitrag von Red Light News »

TT 16.05.2023
Nach Tod von Milieu-Größe: Tiroler Rotlicht-Szene im Umbruch

Nach dem Tod einer schillernden Milieu-Größe 2020 dürften die Karten neu gemischt werden. Ein Bordell wechselte bereits den Besitzer, drei weitere könnten folgen.

Innsbruck – Das Tiroler Rotlicht-Milieu steht offenbar vor einem Umbruch. Zumindest der legale Bereich. Wie unabhängig voneinander Rotlicht-Größen, Szene-Kenner und Anwälte berichten, sollen mehrere Betriebe vor dem Verkauf stehen. Auch Summen werden bereits genannt, die sich angeblich im deutlich zweistelligen Millionenbereich bewegen. Bei einem Etablissement ist der Wechsel der Besitzverhältnisse kein Gerücht, sondern bereits vollzogen.

Dass die Karten im Milieu in absehbarer Zeit neu gemischt werden könnten, hängt mit dem Tod des vielleicht erfolgreichsten Tiroler Bordell-Betreibers der vergangenen drei Jahrzehnte zusammen. Vor knapp drei Jahren, im Juni 2020, verlor der Unternehmer den Kampf gegen eine schwere Krankheit. Und damit die größte Bordellkette des Landes ihren Chef. Einen Betrieb übernahm mittlerweile sein Geschäftspartner, die drei anderen stehen jetzt angeblich zum Verkauf.

Rückblende: Bereits in den 70er- und 80er-Jahren machte sich der spätere Erfolgsunternehmer in der damals noch fast ausschließlich illegalen Tiroler Rotlicht-Branche einen Namen. Der legale Zweig des Gunstgewerbes bestand in diesem Zeitraum aus einem einzigen Bordell, das sich auch heute noch in der Innsbrucker Südbahnstraße befindet. Weil sich die Behörden trotz blühenden Straßenstrichs im Untergrund weigerten, weitere Betriebe zu genehmigen.

Doch dann gelang es dem verstorbenen Unternehmer zusammen mit einem Geschäftspartner, das ungeschriebene Gesetz außer Kraft zu setzen. Nach Jahrzehnten der Ablehnung sämtlicher Anträge bewilligten die Behörden ein zweites Bordell auf Tiroler Boden. Und zwar in der Nähe von Wörgl. Der 1995 eröffnete Betrieb befand sich bis zuletzt im Besitz des Geschäftsmannes. Und wurde zur Keimzelle der größten Bordellkette des Landes. 2011 expandierte der Innsbrucker ins Oberland und eröffnete zwei weitere Bordelle.

Nur ein Jahr später übernahm der Unternehmer das größte Projekt, das ursprünglich gar nicht seines war. Ein Wirt und ein weiterer Innsbrucker hatten unabhängig voneinander Konzessionen für zwei neue Bordellbetriebe im Stadtteil Rossau erhalten. Die beiden künftigen Konkurrenten beschlossen allerdings, zusammenzuarbeiten. Als der Sauna-Klub und der VIP-Klub unter dem gemeinsamen Namen Circolo Passion im Juli 2012 in der Rossau eröffnet wurden, hatte sich der Gastronom bereits aus dem Projekt verabschiedet. Der 2020 verstorbene Geschäftsmann übernahm nicht nur dessen Konzession, sondern 50 Prozent der Anteile am Doppelbordell. Damit stieg der Innsbrucker endgültig zum größten Rotlicht-Unternehmer auf Tiroler Boden auf. Später wurden VIP-Klub und Sauna-Klub durch eine weitere Abteilung ergänzt – das Laufhaus.

Die Zukunft des Gemeinschaftsprojektes war auch im Todesfall klar geregelt. Wenn ein Geschäftspartner stirbt, so hat der zweite die Möglichkeit, die Anteile von den Erben zu übernehmen. Was 2021 auch geschah – das Circolo Passion mit seinen drei „Abteilungen“ ist mittlerweile unter der alleinigen Führung des Geschäftspartners des Verstorbenen.

Doch jetzt könnten auch die drei verbliebenen Betriebe aus der Erbmasse den Besitzer wechseln. Die im Milieu kolportierten Forderungen für alle drei Bordelle liegen bei rund 20 Millionen Euro. Mit dem Kauf ist es allerdings nicht getan. Der künftige Besitzer müsste auch um neue Bewilligungen ansuchen, da die bestehenden an den vormaligen Betreiber gebunden sind. Somit hätten die Behörden im Verkaufsfall das letzte Wort.
🗞️ Zum Artikel
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste