Seite 1 von 1

Goldentime {ll} Archiv 📂

Verfasst: 10.03.2026, 13:30
von FSDACH

Goldentime {ll} Archiv 📂

Verfasst: 12.11.2011, 00:00
von Red Light News
P24 12.11.2012
Diskussion rund um Prostitution

In einer Diskussionsrunde rund um das Thema Prostitution anlässlich der geplanten Errichtung eines "Mega-Laufhauses" vor den Toren Wiens, kommt auch der Betreiber der Goldentime Saunaclubs Wien und Linz zu Wort.
.
.
.

„Vollidioten-Aktion“

Verfasst: 04.09.2018, 12:01
von Red Light News
OĂ–N 04.09.2018
Anschlag auf Rotlicht-Club: Lehrlinge verurteilt

Im Dezember 2017 wurde in einem „Saunaclub“ in Leonding ein Buttersäure-Anschlag verübt. In Linz wurden am Dienstag zwei junge Männer wegen schwerer Sachbeschädigung verurteilt.

War es ein „übler Scherz“ oder gar ein gezielter Anschlag der Rotlichtmafia? Am 22. Dezember 2017 besuchten mehrere Männer den „Sauna-Club“, den Eintritt von rund 100 Euro pro Person zahlte ein gewisser Herr D., dem Verbindungen ins Milieu nachgesagt werden.

Auf einer Videokamera ist festgehalten, wie sich die Herrschaften in der Garderobe und dann im Raucherbereich des Lokals unterhalten. Schlussendlich wird ein Becher voll mit Buttersäure verschüttet. Der bestialische Gestank breitet sich aus, für die Gäste des Etablissements geht ein vergnünglicher Herrenabend jäh zu Ende.

Der Betreiber sitzt auf einem Schaden von mehr als 10.000 Euro, denn Teppiche und der Holzaufbau eines Podests mussten ausgetauscht werden. Er selbst hatte beim Reinigen eine AugenentzĂĽndung erlitten.

Gestern nahmen drei junge Männer, ein Bosnier, ein Österreicher mit Migrationshintergrund und ein Tschetschene auf der Anklagebank im Linzer Landesgericht Platz. Laut Strafantrag sollen sie den Täter, der die Säure verschüttete und dessen Aufenthaltsort derzeit unbekannt ist, abgeschirmt haben, sodass dieser ungestört zu Werk gehen konnte. Die drei mutmaßlichen Komplizen, ein Leasingarbeiter und zwei Lehrlinge, bekannten sich allerdings nicht schuldig.

Wieso der noble Spender den Eintrittspreis für den Sauna-Besuch bezahlt habe, wollte Richterin Margit Kreuzer wissen. „Wegen einer Wette“, antworteten die Beschuldigten einsilbig. Was für eine Wette? „Keine Ahnung“. Wer die anderen Männer waren, wie sie hießen? Keine Ahnung, man kannte sich doch nur flüchtig. Der Tschetschene wollte überhaupt nicht dabei gewesen sein. Er habe doch das Freudenhaus rasch wieder verlassen.

„Ich habe an dem Abend viel getrunken und kann mich nur brüchig erinnern“, sagte einer der Angeklagten. Und was hatte die SMS des edlen Spenders mit dem Text: „Die Polizei weiß nichts“ für eine Bedeutung? „Keine Ahnung, was er gemeint hat.“

„Sind Sie Mitglied bei den Balkan Bikers MC?“, fragte die Richterin. Die Antwort lautete wenig überraschend: „Nein“.

Anmerkung: Bei den Balkan Bikers handelt es sich um eine Motorradgang, die ähnlich wie die „Hells Angels“ mit kriminellen Machenschaften im Rotlicht-Geschäft mitmischen, allerdings ist ihr „Chapter“ deutlich kleiner.

Der Lokalbetreiber betonte im OÖN-Gespräch nach der Gerichtsverhandlung, es habe seit dem Vorfall im Dezember „nichts mehr gegeben“, es habe sich um eine „Vollidioten-Aktion“ gehandelt.

Zwei der drei Angeklagten wurden schuldig gesprochen und zu Geldstrafen von 1120 Euro bzw. 360 Euro verurteilt. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Die Richterin fragte noch, ob das Opfer Schadenersatz begehrt. „Da muss ich meinen Anwalt fragen“, sagte der Betreiber. Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen.
🗞️ Zum Artikel
.

Corona Krise

Verfasst: 14.02.2021, 15:00
von Red Light News
KR 14.02.2021
Der große Frust beim Geschäft mit der Lust

Die weißen Bademäntel liegen im Eingangsbereich des Goldentime in Leonding griffbereit. Strohhalme stehen in Gläsern an der Bar. Joe Leber nimmt auf einem der Bar-Hocker Platz. 365 Tage im Jahr hat der Saunaclub normalerweise von 11 bis 4 Uhr geöffnet, nun ist das Haus seit Anfang November zu. „Wir haben im Vorjahr fünfeinhalb Monate geschlossen gehabt, das kann man nicht aufholen“, sagt Leber, der neben dem Saunaclub in Leonding auch noch den Goldentime-Standort in Wien betreibt, zudem den zum Laufhaus umgewandelten Napoleonhof in Haid führt.

Seine mehr als 100 Mitarbeiter hat er derzeit in Kurzarbeit, ein Wiederaufsperr-Termin ist ungewiss. Prognosen dazu abzugeben, hat er sich abgewöhnt, er winkt resignierend ab. Anders ist das, wenn Leber über die Entwicklung in der Sexbranche spricht, die durch die Corona-Situation befeuert wurde. Während Bordelle, Saunaclubs und Co. nach wie vor geschlossen bleiben müssen, nimmt die illegale Prostitution zu.

FĂĽr die Frauen nicht nur gesundheitlich riskant

Das Geschäft mit der Lust floriert trotz Corona - nun in von den Frauen angemieteten Wohnungen, in den eigenen vier Wänden der Kunden, aber auch in Hotelzimmern. „Das Ganze passiert in einem unpackbaren Ausmaß“, sagt Leber, „aber das, was dagegen gemacht wird, ist zahnlos“. Es fehlen die Ressourcen, es gäbe keine Handhabe dagegen, heißt es. „Wenn ich offen habe, dann haben sie immer die Ressourcen, es zu kontrollieren, was auch okay ist“, stellt der Mühlviertler fest.

Die Arbeit in der Illegalität bringe die Frauen auch in Gefahr – nicht nur gesundheitlich. „Die Mädels sind körperlich unterlegen“, sagt Leber, bei dem ständig Kunden nachfragen, ob seine Betriebe wieder geöffnet sind. Das Telefon steht nicht still. „Wir haben das Firmenhandy abgeschaltet, weil es ständig läutet, auch um zwei oder drei Uhr früh“, erzählt der 46-Jährige. Nachsatz: „Alle, die hier anrufen, gehen auf die nächste Plattform und buchen dort.“
🗞️ Zum Artikel

Trunkenbold

Verfasst: 02.09.2022, 14:00
von Red Light News
KR 02.09.2022
Nach Alko-Unfall relaxte Lenker in einem Saunaclub

Statt nach einem Verkehrsunfall anzuhalten, fuhr ein 57-jähriger Linzer einfach davon und verdaute den Schock auf seine ganz spezielle eigene Art und Weise - nämlich in einem Saunaclub.

Montagmittag gegen 12.27 Uhr rammte der Lenker bei der Abzweigung A7 Richtung Süd eine Verkehrstafel. Kurz nach dem Tunnel Bindermichl hielt der Unfalllenker an, inspizierte offenbar seinen beschädigten Pkw. Eine aufmerksame Lenkerin hatte den Unfall und das seltsame Verhalten des Mannes bemerkt und alarmierte die Polizei.

Als eine Streife allerdings am Unfallort eintraf, fehlte von dem Pkw jede Spur. Und auch an der Wohnungsadresse des Zulassungsbesitzers konnte niemand angetroffen werden. Schließlich erreichten die Beamten den 57-Jährigen am Telefon. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Linzer bereits in einem Saunaclub in Leonding.

Fahrspurassistent war defekt

Für die Amtshandlung musste er dann seine „Entspannungs-Session“ unterbrechen und erklärte den Polizisten, dass der Unfall nur passiert sei, weil sein Fahrspurassistent defekt sei. Ein durchgeführter Alkotest zeigte aber den offensichtlicheren Grund für den Unfall: 1,76 Promille. Dem Mann wurde der Führerschein abgenommen. Nach der Amtshandlung ging der 57-Jährige zurück in den Saunaclub und entspannte weiter.
🗞️ Zum Artikel