Partytreff Xanten 🔒 Archiv
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Vorgeschichte
RP 17.01.2013
Mehrere Gastronomen scheiterten am "Landhaus Am Röschen". Nun möchte ein Sexklub das Hotel-Restaurant wiederbeleben – der Sprecher der Eigentümerfamilie wollte das aber noch nicht bestätigen.
ehrere Gastronomen scheiterten am "Landhaus Am Röschen". Nun möchte ein Sexklub das Hotel-Restaurant wiederbeleben — der Sprecher der Eigentümerfamilie wollte das aber noch nicht bestätigen.
Das "Landhaus Am Röschen" hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in den vergangenen Jahren versuchten sich mehrfach neue Betreiber vergeblich daran, das Restaurant an der Gelderner Straße zwischen Xanten und Sonsbeck mit Leben zu füllen.
Nicht nur Gastronomen waren dem Röschen zugetan. So zeigte vor einigen Jahren ein niederländisches Unternehmen, das private Krematorien mit Aufbahrungs- und Trauerräumen baut und betreibt, Interesse an der Immobilie.
Als lupenreinen Gastronomen kann man den aktuellen Interessenten wohl ebenfalls nicht bezeichnen. Der Xantener Partytreff, bislang an der Sonsbecker Straße 29 ansässig, möchte in das Landhaus einziehen. "Wir bauen zurzeit um und hoffen, Ende April, Anfang Mai eröffnen zu können", sagte gestern Corinna Treib, seit vier Jahren Geschäftsführerin des Swingerklubs auf Nachfrage der Redaktion. Markus Loth, Sprecher der Eigentümerfamilie Brunngraber, wollte den Einzug des Partytreffs allerdings noch nicht bestätigen. "Das könnte sein, wir doktern daran", deutete er an. "Wir versuchen, das Haus zu verkaufen oder zu vermieten."
Nach Informationen unserer Redaktion liegen die Eigentümer im Rechtsstreit mit dem letzten Pächter des "Röschens", Jörg Thoenes. 2009 eröffnete er das Restaurant nach längerer Pause wieder und wollte das Gebäude, das vor Jahrzehnten seiner Tante gehört hatte, auch kaufen.
Thoenes soll eine Anzahlung geleistet haben. Nun wolle er das Geschäft rückgängig machen, heißt es. Im Internet erscheint Thoenes immer noch als Pächter des Restaurants, tatsächlich ruht der Betrieb aber seit 2011. "Es ist ein Riesenproblem, einen Laden, in dem es mehrere Wechsel gab und der längere Zeit leerstand, wieder zum Laufen zu kriegen", bedauerte Thoenes gestern. "Außerdem ist das Röschen mit seiner Größe unwahrscheinlich teuer im Unterhalt." Allein das Heizen aller Räume (das Haus verfügt über acht Gästezimmer) kostet ein Vermögen.
Probleme, mit denen der Partytreff möglicherweise besser umgehen kann. Auf den Internetseiten der Stadt wird er als "Swingerclub mit Gastronomie" bezeichnet. Auf einschlägigen Seiten ist wahlweise auch von einem Privatbordell oder Club die Rede.
Ein wesentlicher Teil der Kundschaft soll aus den Niederlanden stammen. Offizieller Sitz der Xantener Partytreff GmbH ist eine Adresse in Duisburg, an der Corinna Treib den "Salon Cora" betreibt. Das "Landhaus Am Röschen" biete mehr Platz als das Haus an der Sonsbecker Straße, nannte gestern die 47-Jährige als Grund des Umzugs. "Und wir stören dort niemand." Nach RP-Informationen hat der Eigentümer das Partytreff-Haus an der Sonsbecker Straße verkauft. Erworben wurde es von einem Konkurrenten Corinna Treibs, der ihren Mietvertrag prompt kündigte. Ob er nun selbst einen Club dort betreiben möchte, ist unbekannt.
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"Landhaus Am Röschen" in Xanten: Swingerklub will übernehmen
Mehrere Gastronomen scheiterten am "Landhaus Am Röschen". Nun möchte ein Sexklub das Hotel-Restaurant wiederbeleben – der Sprecher der Eigentümerfamilie wollte das aber noch nicht bestätigen.
ehrere Gastronomen scheiterten am "Landhaus Am Röschen". Nun möchte ein Sexklub das Hotel-Restaurant wiederbeleben — der Sprecher der Eigentümerfamilie wollte das aber noch nicht bestätigen.
Das "Landhaus Am Röschen" hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in den vergangenen Jahren versuchten sich mehrfach neue Betreiber vergeblich daran, das Restaurant an der Gelderner Straße zwischen Xanten und Sonsbeck mit Leben zu füllen.
Nicht nur Gastronomen waren dem Röschen zugetan. So zeigte vor einigen Jahren ein niederländisches Unternehmen, das private Krematorien mit Aufbahrungs- und Trauerräumen baut und betreibt, Interesse an der Immobilie.
Als lupenreinen Gastronomen kann man den aktuellen Interessenten wohl ebenfalls nicht bezeichnen. Der Xantener Partytreff, bislang an der Sonsbecker Straße 29 ansässig, möchte in das Landhaus einziehen. "Wir bauen zurzeit um und hoffen, Ende April, Anfang Mai eröffnen zu können", sagte gestern Corinna Treib, seit vier Jahren Geschäftsführerin des Swingerklubs auf Nachfrage der Redaktion. Markus Loth, Sprecher der Eigentümerfamilie Brunngraber, wollte den Einzug des Partytreffs allerdings noch nicht bestätigen. "Das könnte sein, wir doktern daran", deutete er an. "Wir versuchen, das Haus zu verkaufen oder zu vermieten."
Nach Informationen unserer Redaktion liegen die Eigentümer im Rechtsstreit mit dem letzten Pächter des "Röschens", Jörg Thoenes. 2009 eröffnete er das Restaurant nach längerer Pause wieder und wollte das Gebäude, das vor Jahrzehnten seiner Tante gehört hatte, auch kaufen.
Thoenes soll eine Anzahlung geleistet haben. Nun wolle er das Geschäft rückgängig machen, heißt es. Im Internet erscheint Thoenes immer noch als Pächter des Restaurants, tatsächlich ruht der Betrieb aber seit 2011. "Es ist ein Riesenproblem, einen Laden, in dem es mehrere Wechsel gab und der längere Zeit leerstand, wieder zum Laufen zu kriegen", bedauerte Thoenes gestern. "Außerdem ist das Röschen mit seiner Größe unwahrscheinlich teuer im Unterhalt." Allein das Heizen aller Räume (das Haus verfügt über acht Gästezimmer) kostet ein Vermögen.
Probleme, mit denen der Partytreff möglicherweise besser umgehen kann. Auf den Internetseiten der Stadt wird er als "Swingerclub mit Gastronomie" bezeichnet. Auf einschlägigen Seiten ist wahlweise auch von einem Privatbordell oder Club die Rede.
Ein wesentlicher Teil der Kundschaft soll aus den Niederlanden stammen. Offizieller Sitz der Xantener Partytreff GmbH ist eine Adresse in Duisburg, an der Corinna Treib den "Salon Cora" betreibt. Das "Landhaus Am Röschen" biete mehr Platz als das Haus an der Sonsbecker Straße, nannte gestern die 47-Jährige als Grund des Umzugs. "Und wir stören dort niemand." Nach RP-Informationen hat der Eigentümer das Partytreff-Haus an der Sonsbecker Straße verkauft. Erworben wurde es von einem Konkurrenten Corinna Treibs, der ihren Mietvertrag prompt kündigte. Ob er nun selbst einen Club dort betreiben möchte, ist unbekannt.
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Eröffnung
RP 03.06.2013
Im ehemaligen Restaurant "Landhaus am Röschen" hat ein Bordell eröffnet. Der Eigentümer des früheren Bordell-Standorts an der Sonsbecker Straße und sein Projektentwickler Gerhard Schlüpen sind sauer auf die Stadt.
Ein Zusatz unter dem Namensschild "Landhaus Am Röschen" lässt ahnen, dass die Adresse an der Landstraße nach Sonsbeck kein gewöhnliches Restaurant mehr ist. "Partytreff Xanten" steht da in roten Buchstaben. Am Wochenende feierte das Bordell, das früher an der Sonsbecker Straße 29 ansässig war, Eröffnung. "Das Highlight des Jahres", wie Betreiberin Corinna Treib im Internet ankündigte.
Die neue "heiße Location" (so das Internet) sorgt für Gesprächsstoff. Projektentwickler Gerhard Schlüpen, der für den Besitzer des ehemaligen Bordellstandorts an der Sonsbecker Straße arbeitet, heizt die Diskussion an. Schlüpen wirft der Stadtverwaltung Täuschung vor — und er macht Stimmung gegen das Freudenhaus am Röschen.
"Kann es sich eine Bischofsstadt leisten, ein solches Etablissement am Ortseingang zu haben?", fragt Schlüpen. Dabei geht es dem Rheinhauser nicht nur um den guten Ruf der Domstadt, es geht um geschäftliche Interessen. Schlüpen hat das frühere Partytreff-Gebäude an der Sonsbecker Straße im Auftrag des früheren Eigentümers verkauft. Der neuer Besitzer wohnt in Duisburg und besitzt dort Häuser im Rotlichtmilieu. Auch Corinna Treib ist neben Xanten in Duisburg aktiv; sie hat dort einen "Salon". Kaum hatte der Duisburger das Haus an der Sonsbecker Straße in Xanten erworben, setzte er dort die Konkurrentin an die Luft. Treib suchte einen neuen Standort für ihren "Partytreff" — und fand ihn im Landhaus am Röschen, das seit geraumer Zeit leer gestanden hatte.
Dass die Konkurrentin in Xanten bleibt, hatten Schlüpen und sein Klient anscheinend nicht erwartet. "Es gab ein Signal der Stadt Xanten, dass ein einziges Geschäft dieser Art in Xanten ausreicht", sagt Schlüpen. Er und sein Partner hatten dies als positives Zeichen für sie selbst verstanden, denn sie wollten ein neues Bordell an der Sonsbecker Straße 29 aufziehen. "Wir haben es schriftlich, dass die Genehmigung für das Gebäude weiter erteilt wird", behauptet Schlüpen. Dass die Stadt zwischenzeitlich den Betrieb des Partytreffs im "Röschen" genehmigt hat, nimmt er den Verantwortlichen übel. "So etwas tut man nicht." Zwei Freudenhäuser lohnten sich in Xanten nicht, dafür fehle es in der Domstadt an Kundschaft. Schlüpen sieht sich von der Stadt Xanten hintergangen. Es soll deshalb bereits zu unschönen Szenen im Rathaus gekommen sein. Jetzt lasse er beim Hotel- und Gaststättenverband prüfen, so Schlüpen, ob die Genehmigung für den Partytreff im "Röschen" in Ordnung sei.
"An der Sonsbecker Straße ist das Haus durch einen hohen Zaun nach außen abgeschirmt. Am Röschen fällt der Blick der Besucher Xantens ungehindert auf ein Bordell", sagt Schlüpen. Es gebe namhafte Xantener und hohe Vertreter der Verwaltung, die seine Kritik teilten. Bürgermeister Christian Strunk bekräftigt derweil, dass aus Sicht der Stadt nach wie vor gegen den Partytreff im "Röschen" nichts einzuwenden sei, solange der Betrieb unauffällig bleibe und ordnungsgemäß Gewerbesteuern bezahlt werden.
Was aus dem ehemaligen Bordell an der Sonsbecker Straße 29 wird, ist ungewiss. Schlüpen ist bemüht, das Haus im Auftrag des neuen Eigentümers weiter zu verkaufen, was sich schwierig darstellt. So schwierig, dass der Projektentwickler sogar für die Idee warb, Corinna Treib mit ihrem "Partytreff" an die Sonsbecker Straße zurück zu holen. Von unserer Zeitung darauf angesprochen, brach Treib in Gelächter aus. "Wir wären dort sowieso ausgezogen", sagte sie. Das Gebäude sei in einem schlechten Zustand, es müsse saniert und sicherheitstechnisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Bis Ende Juni muss Treib die Räume an der Sonsbecker Straße geräumt haben. Schlüpen hat angekündigt, dass es bei der "offiziellen Übergabe" wohl nicht ohne Anwalt gehen werde.
Info
Eigentümer
Mit "Problemhaus" in den Schlagzeilen
Landhaus am Röschen Das ehemalige Restaurant gehört Familie Brunngraber, die in Veen und Labbeck Senioren-Pflegeheime betreibt. Verschiedene Pächter hatten in den vergangenen Jahren vergeblich versucht, das Lokal dauerhaft zu beleben.
Sonsbecker Straße 29 Dem Eigentümer des ehemaligen Bordell-Standorts gehört in Duisburg unter anderem ein Hochhaus, das seit Monaten in den Schlagzeilen steht, weil es mit Rumänen und Bulgaren, die dort eingezogen sind, Konflikte gibt. Zuletzt gingen dort Fronleichnam zwei Gruppen aufeinander los, auch mit Messern und Stöcken. Ein Mann (37) wurde schwer an den Augen verletzt.
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Zoff um den "Partytreff" im Landhaus
Im ehemaligen Restaurant "Landhaus am Röschen" hat ein Bordell eröffnet. Der Eigentümer des früheren Bordell-Standorts an der Sonsbecker Straße und sein Projektentwickler Gerhard Schlüpen sind sauer auf die Stadt.
Ein Zusatz unter dem Namensschild "Landhaus Am Röschen" lässt ahnen, dass die Adresse an der Landstraße nach Sonsbeck kein gewöhnliches Restaurant mehr ist. "Partytreff Xanten" steht da in roten Buchstaben. Am Wochenende feierte das Bordell, das früher an der Sonsbecker Straße 29 ansässig war, Eröffnung. "Das Highlight des Jahres", wie Betreiberin Corinna Treib im Internet ankündigte.
Die neue "heiße Location" (so das Internet) sorgt für Gesprächsstoff. Projektentwickler Gerhard Schlüpen, der für den Besitzer des ehemaligen Bordellstandorts an der Sonsbecker Straße arbeitet, heizt die Diskussion an. Schlüpen wirft der Stadtverwaltung Täuschung vor — und er macht Stimmung gegen das Freudenhaus am Röschen.
"Kann es sich eine Bischofsstadt leisten, ein solches Etablissement am Ortseingang zu haben?", fragt Schlüpen. Dabei geht es dem Rheinhauser nicht nur um den guten Ruf der Domstadt, es geht um geschäftliche Interessen. Schlüpen hat das frühere Partytreff-Gebäude an der Sonsbecker Straße im Auftrag des früheren Eigentümers verkauft. Der neuer Besitzer wohnt in Duisburg und besitzt dort Häuser im Rotlichtmilieu. Auch Corinna Treib ist neben Xanten in Duisburg aktiv; sie hat dort einen "Salon". Kaum hatte der Duisburger das Haus an der Sonsbecker Straße in Xanten erworben, setzte er dort die Konkurrentin an die Luft. Treib suchte einen neuen Standort für ihren "Partytreff" — und fand ihn im Landhaus am Röschen, das seit geraumer Zeit leer gestanden hatte.
Dass die Konkurrentin in Xanten bleibt, hatten Schlüpen und sein Klient anscheinend nicht erwartet. "Es gab ein Signal der Stadt Xanten, dass ein einziges Geschäft dieser Art in Xanten ausreicht", sagt Schlüpen. Er und sein Partner hatten dies als positives Zeichen für sie selbst verstanden, denn sie wollten ein neues Bordell an der Sonsbecker Straße 29 aufziehen. "Wir haben es schriftlich, dass die Genehmigung für das Gebäude weiter erteilt wird", behauptet Schlüpen. Dass die Stadt zwischenzeitlich den Betrieb des Partytreffs im "Röschen" genehmigt hat, nimmt er den Verantwortlichen übel. "So etwas tut man nicht." Zwei Freudenhäuser lohnten sich in Xanten nicht, dafür fehle es in der Domstadt an Kundschaft. Schlüpen sieht sich von der Stadt Xanten hintergangen. Es soll deshalb bereits zu unschönen Szenen im Rathaus gekommen sein. Jetzt lasse er beim Hotel- und Gaststättenverband prüfen, so Schlüpen, ob die Genehmigung für den Partytreff im "Röschen" in Ordnung sei.
"An der Sonsbecker Straße ist das Haus durch einen hohen Zaun nach außen abgeschirmt. Am Röschen fällt der Blick der Besucher Xantens ungehindert auf ein Bordell", sagt Schlüpen. Es gebe namhafte Xantener und hohe Vertreter der Verwaltung, die seine Kritik teilten. Bürgermeister Christian Strunk bekräftigt derweil, dass aus Sicht der Stadt nach wie vor gegen den Partytreff im "Röschen" nichts einzuwenden sei, solange der Betrieb unauffällig bleibe und ordnungsgemäß Gewerbesteuern bezahlt werden.
Was aus dem ehemaligen Bordell an der Sonsbecker Straße 29 wird, ist ungewiss. Schlüpen ist bemüht, das Haus im Auftrag des neuen Eigentümers weiter zu verkaufen, was sich schwierig darstellt. So schwierig, dass der Projektentwickler sogar für die Idee warb, Corinna Treib mit ihrem "Partytreff" an die Sonsbecker Straße zurück zu holen. Von unserer Zeitung darauf angesprochen, brach Treib in Gelächter aus. "Wir wären dort sowieso ausgezogen", sagte sie. Das Gebäude sei in einem schlechten Zustand, es müsse saniert und sicherheitstechnisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Bis Ende Juni muss Treib die Räume an der Sonsbecker Straße geräumt haben. Schlüpen hat angekündigt, dass es bei der "offiziellen Übergabe" wohl nicht ohne Anwalt gehen werde.
Info
Eigentümer
Mit "Problemhaus" in den Schlagzeilen
Landhaus am Röschen Das ehemalige Restaurant gehört Familie Brunngraber, die in Veen und Labbeck Senioren-Pflegeheime betreibt. Verschiedene Pächter hatten in den vergangenen Jahren vergeblich versucht, das Lokal dauerhaft zu beleben.
Sonsbecker Straße 29 Dem Eigentümer des ehemaligen Bordell-Standorts gehört in Duisburg unter anderem ein Hochhaus, das seit Monaten in den Schlagzeilen steht, weil es mit Rumänen und Bulgaren, die dort eingezogen sind, Konflikte gibt. Zuletzt gingen dort Fronleichnam zwei Gruppen aufeinander los, auch mit Messern und Stöcken. Ein Mann (37) wurde schwer an den Augen verletzt.
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Sexsteuer
RP 29.06.2013
Bürgermeister Christian Strunk schlägt dem Rat die Einführung einer "Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten" vor. Die Steuer ist nicht nur eine neue Einnahmequelle. Sie soll die Stadt unattraktiv für das "Gewerbe" machen.
Ob Bettensteuer oder Pferdesteuer — die finanziell angeschlagenen Kommunen im Land denken ständig über neue Einnahmequellen nach. Bürgermeister Christian Strunk schlägt dem Xantener Rat jetzt die Einführung einer "Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten", also einer so genannten Sexsteuer vor (RP berichtete). Und der Vorschlag ist schon sehr konkret: Der Hauptausschuss soll am Mittwoch nächster Woche über den Entwurf einer entsprechenden Satzung beraten, so dass die Steuer noch in diesem Jahr erhoben werden kann.
Rechtlich sieht sich die Stadtverwaltung abgesichert. Der Erlass einer solchen Steuersatzung in Nordrhein-Westfalen sei per Kommunalabgabengesetz durch das Ministerium für Inneres und Kommunales und das Finanzministerium genehmigt worden. Für die örtliche Einführung einer solchen Steuer benötige man keine weitere Genehmigung. Zudem erheben bereits einige Städte und Gemeinden eine solche Steuer, neben großen Städten wie Köln und Duisburg auch Hamminkeln, Emmerich, Goch und Geldern.
Grundlage für die Steuer ist laut Vorschlag die Fläche der Etablissements. Die Steuersätze im interkommunalen Vergleich bewegen sich zwischen zwei und 4,50 Euro je angefangene zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche und Veranstaltungstag. Für die Stadt Xanten wird ein Steuersatz von drei Euro pro zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche und Veranstaltungstag vorgeschlagen. Bei einer derzeit in Xanten angenommenen Veranstaltungsfläche von grob geschätzt 400 Quadratmetern und ohne Berücksichtigung von Ruhetagen wird ein jährliches Steueraufkommen von etwa 44 000 Euro erwartet. Sollte die Satzung zum 1. August in Kraft treten, könnten in 2013 etwa 18 000 Euro ins Stadtsäckel fließen. Weiter heißt es in der Vorlage für den Hauptausschuss: "Da es sich bei Striptease-Vorführungen und Darbietungen ähnlicher Art sowie bei Vorführungen von pornografischen und ähnlichen Filmen oder Bildern (auch in Kabinen) ebenfalls um Vergnügungen besonderer Art handelt, schlägt die Verwaltung vor, diese bislang vergnügungssteuerpflichtigen Tatbestände aus der Vergnügungssteuersatzung der Stadt zu streichen und sie in diese neue Satzung einzufügen.
Xantens Politik muss sich noch mit diesem neuen Thema befassen. Pankraz Gasseling, Fraktionsvorsitzender der CDU, will den Beratungen in der Fraktion nicht vorgreifen. Für ihn ist aber entscheidend, dass diese Steuer verhindern kann, dass Xanten zu einem attraktiven Standort für Bordelle wird. Dieses "Gewerbe" anzusiedeln sei nicht das Ziel. Die Steuer könne dazu beitragen, die Stadt für die Branche uninteressant zu machen.
Hans-Jürgen Thiele (SPD) hatte die Fraktion am Montag nach dem interfraktionellen Gespräch über die Steueridee informiert. Die Reaktion sei "unaufgeregte Kenntnisnahme ohne besonderen Diskussionsbedarf" gewesen. Grünen-Ratsmitglied Eberhard Ritter hält die Steuer grundsätzlich für richtig, um diejenigen, die an der "Sex-Ware" verdienen, zu belasten. Wer aber Steuern einnimmt und so am Prostitutionsgeschäft mitverdient, sollte auch eine Kontrollfunktion zum Schutze der dort arbeitenden Frauen übernehmen. Die Thematiken "Zwangsprostitution", "Mädchenhandel" und "Schwarzarbeit" sollten von städtischer Seite kontrolliert und ausgeschlossen werden. Die Fraktion BBX macht sich Sorgen um die Zustände am früheren Landhaus "Am Röschen". Der "Partytreff" nehme weit mehr als die hauseigene Parkplätze in Anspruch. Die Stadt sollte dringend intervenieren. Werner Paessens und Matthias C. Voll hoffen, dass die Steuer abschreckend auf solche Betriebe wirke. Man werde zustimmen, wenn Bedenken hinsichtlich der Rechtskraft der Steuer und die konkreten Missstände beseitigt sind.
Zum Artikel
Sexsteuer soll Xanten 44 000 Euro bringen
Bürgermeister Christian Strunk schlägt dem Rat die Einführung einer "Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten" vor. Die Steuer ist nicht nur eine neue Einnahmequelle. Sie soll die Stadt unattraktiv für das "Gewerbe" machen.
Ob Bettensteuer oder Pferdesteuer — die finanziell angeschlagenen Kommunen im Land denken ständig über neue Einnahmequellen nach. Bürgermeister Christian Strunk schlägt dem Xantener Rat jetzt die Einführung einer "Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten", also einer so genannten Sexsteuer vor (RP berichtete). Und der Vorschlag ist schon sehr konkret: Der Hauptausschuss soll am Mittwoch nächster Woche über den Entwurf einer entsprechenden Satzung beraten, so dass die Steuer noch in diesem Jahr erhoben werden kann.
Rechtlich sieht sich die Stadtverwaltung abgesichert. Der Erlass einer solchen Steuersatzung in Nordrhein-Westfalen sei per Kommunalabgabengesetz durch das Ministerium für Inneres und Kommunales und das Finanzministerium genehmigt worden. Für die örtliche Einführung einer solchen Steuer benötige man keine weitere Genehmigung. Zudem erheben bereits einige Städte und Gemeinden eine solche Steuer, neben großen Städten wie Köln und Duisburg auch Hamminkeln, Emmerich, Goch und Geldern.
Grundlage für die Steuer ist laut Vorschlag die Fläche der Etablissements. Die Steuersätze im interkommunalen Vergleich bewegen sich zwischen zwei und 4,50 Euro je angefangene zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche und Veranstaltungstag. Für die Stadt Xanten wird ein Steuersatz von drei Euro pro zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche und Veranstaltungstag vorgeschlagen. Bei einer derzeit in Xanten angenommenen Veranstaltungsfläche von grob geschätzt 400 Quadratmetern und ohne Berücksichtigung von Ruhetagen wird ein jährliches Steueraufkommen von etwa 44 000 Euro erwartet. Sollte die Satzung zum 1. August in Kraft treten, könnten in 2013 etwa 18 000 Euro ins Stadtsäckel fließen. Weiter heißt es in der Vorlage für den Hauptausschuss: "Da es sich bei Striptease-Vorführungen und Darbietungen ähnlicher Art sowie bei Vorführungen von pornografischen und ähnlichen Filmen oder Bildern (auch in Kabinen) ebenfalls um Vergnügungen besonderer Art handelt, schlägt die Verwaltung vor, diese bislang vergnügungssteuerpflichtigen Tatbestände aus der Vergnügungssteuersatzung der Stadt zu streichen und sie in diese neue Satzung einzufügen.
Xantens Politik muss sich noch mit diesem neuen Thema befassen. Pankraz Gasseling, Fraktionsvorsitzender der CDU, will den Beratungen in der Fraktion nicht vorgreifen. Für ihn ist aber entscheidend, dass diese Steuer verhindern kann, dass Xanten zu einem attraktiven Standort für Bordelle wird. Dieses "Gewerbe" anzusiedeln sei nicht das Ziel. Die Steuer könne dazu beitragen, die Stadt für die Branche uninteressant zu machen.
Hans-Jürgen Thiele (SPD) hatte die Fraktion am Montag nach dem interfraktionellen Gespräch über die Steueridee informiert. Die Reaktion sei "unaufgeregte Kenntnisnahme ohne besonderen Diskussionsbedarf" gewesen. Grünen-Ratsmitglied Eberhard Ritter hält die Steuer grundsätzlich für richtig, um diejenigen, die an der "Sex-Ware" verdienen, zu belasten. Wer aber Steuern einnimmt und so am Prostitutionsgeschäft mitverdient, sollte auch eine Kontrollfunktion zum Schutze der dort arbeitenden Frauen übernehmen. Die Thematiken "Zwangsprostitution", "Mädchenhandel" und "Schwarzarbeit" sollten von städtischer Seite kontrolliert und ausgeschlossen werden. Die Fraktion BBX macht sich Sorgen um die Zustände am früheren Landhaus "Am Röschen". Der "Partytreff" nehme weit mehr als die hauseigene Parkplätze in Anspruch. Die Stadt sollte dringend intervenieren. Werner Paessens und Matthias C. Voll hoffen, dass die Steuer abschreckend auf solche Betriebe wirke. Man werde zustimmen, wenn Bedenken hinsichtlich der Rechtskraft der Steuer und die konkreten Missstände beseitigt sind.
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Razzia
NRZ 24.11.2016
Hamminkeln/Xanten: Bei den Durchsuchungen in Hamminkeln und Xanten ging es unter anderem um die Überprüfung von Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen.
Mit einem Großaufgebot durchsuchten Polizei, Zoll, Ausländeramt und Steuerfahndung am Donnerstagmittag den Sauna-Club Villa Marisol im Hamminkeln. Dort kontrollierten sie sieben Angestellte, 18 Prostituierte und neun Kunden. Eine Frau wurde wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts festgenommen. Eine weitere Razzia erfolgte in einem Bordell in Xanten am Philosophenweg. Hier kontrollierten die Beamten drei Servicekräfte, zwölf Prostituierte und fünf Kunden.
Dies war nicht die erste Durchsuchungsaktion in Rotlicht-Etablissements. Bereits am Dienstag hatte es eine ähnliche Aktion in zwei Bordellen im Kreis Wesel gegeben. Ziel war es unter anderem, Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen zu überprüfen. Auch Kräfte einer Einsatzhundertschaft waren am Einsatz beteiligt.
Zum Artikel
Eine Festnahme bei Groß-Razzien in Bordellen im Kreis Wesel
Hamminkeln/Xanten: Bei den Durchsuchungen in Hamminkeln und Xanten ging es unter anderem um die Überprüfung von Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen.
Mit einem Großaufgebot durchsuchten Polizei, Zoll, Ausländeramt und Steuerfahndung am Donnerstagmittag den Sauna-Club Villa Marisol im Hamminkeln. Dort kontrollierten sie sieben Angestellte, 18 Prostituierte und neun Kunden. Eine Frau wurde wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts festgenommen. Eine weitere Razzia erfolgte in einem Bordell in Xanten am Philosophenweg. Hier kontrollierten die Beamten drei Servicekräfte, zwölf Prostituierte und fünf Kunden.
Dies war nicht die erste Durchsuchungsaktion in Rotlicht-Etablissements. Bereits am Dienstag hatte es eine ähnliche Aktion in zwei Bordellen im Kreis Wesel gegeben. Ziel war es unter anderem, Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen zu überprüfen. Auch Kräfte einer Einsatzhundertschaft waren am Einsatz beteiligt.
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Geschlossen
RP 15.06.2020
Das Bordell im Landhaus an der Xantener Stadtgrenze ist geschlossen, der Betreiber gab in der Corona-Krise auf. Die Eigentümer wollen die Immobilie nun zu einem Hotel und Seminarzentrum für Gesundheitsprävention umbauen.
as Landhaus Am Röschen ist kein Bordell mehr. Der Betreiber hat in der Corona-Krise aufgehört, wie die Familie Brunngraber als Eigentümer der Immobilie am Montag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Demnach gibt es auch schon neue Pläne für das Röschen. „Es wird eine multifunktionale Nutzung geben“, sagte Marc Brunngraber. Die Familie wolle das Landhaus künftig als Hotel und Seminarzentrum betreiben, dort Kurse zur Gesundheitsprävention in der Altenpflege anbieten und Räume für Veranstaltungen oder Feiern vermieten. Dafür werde das Gebäude aufwendig renoviert. Im einigen Monaten sollen die ersten Angebote starten.
Das Landhaus Am Röschen war lange ein Restaurant gewesen. Vor einigen Jahren wurde es dann als „Partytreff Xanten“ ein Bordell, zum Missfallen vieler Menschen in der Domstadt. 2013 beschloss der Stadtrat die Einführung einer „Steuer auf sexuelle Vergnügen“. Die Bemessungsgrundlage war die Fläche des Betriebs. 2018 nahm die Stadt dadurch zum Beispiel 25.500 Euro ein. 2020 plante sie mit 30.000 Euro, es wird allerdings deutlich weniger sein: Für die Haushaltsberatungen informierte die Verwaltung die Politik darüber, dass die Einnahmen aus der Sexsteuer in diesem Jahr um 21.500 Euro niedriger ausfallen werden, weil ein Betreiber sein Geschäft wegen der Corona-Pandemie aufgegeben habe. „Mit weiteren Erträgen in diesem Bereich ist auch in Zukunft nicht mehr zu rechnen“, schrieb die Verwaltung dem Stadtrat. Wegen der Corona-Pandemie hatte die NRW-Landesregierung im März angeordnet, dass Bordelle bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen. Trotz zahlreicher Lockerungen in den vergangenen Wochen hat sich daran bisher nichts geändert.
Aber auch wenn Bordelle wieder öffnen dürfen, soll es im Landhaus Am Röschen keinen Saunaclub mehr geben: Die neuen Pläne für das ehemalige Restaurant seien langfristig angelegt, sagte Marc Brunngraber unserer Redaktion. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wollten die Eigentümer die Immobilie nicht mehr verpachten, sondern wieder in Eigenregie betreiben. Die Familie habe die besten Erfahrungen mit dem Landhaus gemacht, wenn sie es selbst geführt habe. „In Familienhand lief es immer gut.“ Die Renovierung habe im Mai begonnen. Innen werde alles neu gemacht. Unter anderem seien die Teppiche herausgerissen worden, um neue Fußböden zu verlegen, so Brunngraber.
Ein Schwerpunkt der neuen Nutzung wird die Gesundheitsprävention sein. Im Landhaus Am Röschen soll es dazu Kurse, Seminare und Vorträge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Altenpflege geben, wie Brunngraber ausführte. Damit baut die Familie ihre Kompetenzen in der Altenpflege aus. Sie betreibt in Alpen-Veen und Sonsbeck-Labbeck bereits Senioren-Pflegeheime. Im Landhaus Am Röschen würden künftig auch die eigenen Mitarbeiter weitergebildet, sagte Brunngraber.
Gleichzeitig wolle die Familie die Immobilie wieder als Hotel mit acht Zimmern betreiben. Darüber hinaus sei ein Eventmanagement geplant, also die Vermietung von Räumen für Veranstaltungen oder Feiern. Diese Pläne würden aber Schritt für Schritt umgesetzt. „Wir werden im Betrieb wachsen“, machte Marc Brunngraber im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich.
Xantens Steuer auf sexuelle Vergnügen
Einnahmequelle Die „Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten“ wird nach der Fläche eines Betriebs berechnet. Der Steuersatz wurde im Laufe der Jahre erhöht. Je angefangene zehn Quadratmeter und Veranstaltungstag werden fünf Euro berechnet. Die Sexsteuer ist nicht nur eine Einnahmequelle, sondern soll den Betrieb des Gewerbes auch unattraktiver machen.
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Neue Pläne fürs Landhaus Am Röschen
Das Bordell im Landhaus an der Xantener Stadtgrenze ist geschlossen, der Betreiber gab in der Corona-Krise auf. Die Eigentümer wollen die Immobilie nun zu einem Hotel und Seminarzentrum für Gesundheitsprävention umbauen.
as Landhaus Am Röschen ist kein Bordell mehr. Der Betreiber hat in der Corona-Krise aufgehört, wie die Familie Brunngraber als Eigentümer der Immobilie am Montag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Demnach gibt es auch schon neue Pläne für das Röschen. „Es wird eine multifunktionale Nutzung geben“, sagte Marc Brunngraber. Die Familie wolle das Landhaus künftig als Hotel und Seminarzentrum betreiben, dort Kurse zur Gesundheitsprävention in der Altenpflege anbieten und Räume für Veranstaltungen oder Feiern vermieten. Dafür werde das Gebäude aufwendig renoviert. Im einigen Monaten sollen die ersten Angebote starten.
Das Landhaus Am Röschen war lange ein Restaurant gewesen. Vor einigen Jahren wurde es dann als „Partytreff Xanten“ ein Bordell, zum Missfallen vieler Menschen in der Domstadt. 2013 beschloss der Stadtrat die Einführung einer „Steuer auf sexuelle Vergnügen“. Die Bemessungsgrundlage war die Fläche des Betriebs. 2018 nahm die Stadt dadurch zum Beispiel 25.500 Euro ein. 2020 plante sie mit 30.000 Euro, es wird allerdings deutlich weniger sein: Für die Haushaltsberatungen informierte die Verwaltung die Politik darüber, dass die Einnahmen aus der Sexsteuer in diesem Jahr um 21.500 Euro niedriger ausfallen werden, weil ein Betreiber sein Geschäft wegen der Corona-Pandemie aufgegeben habe. „Mit weiteren Erträgen in diesem Bereich ist auch in Zukunft nicht mehr zu rechnen“, schrieb die Verwaltung dem Stadtrat. Wegen der Corona-Pandemie hatte die NRW-Landesregierung im März angeordnet, dass Bordelle bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen. Trotz zahlreicher Lockerungen in den vergangenen Wochen hat sich daran bisher nichts geändert.
Aber auch wenn Bordelle wieder öffnen dürfen, soll es im Landhaus Am Röschen keinen Saunaclub mehr geben: Die neuen Pläne für das ehemalige Restaurant seien langfristig angelegt, sagte Marc Brunngraber unserer Redaktion. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wollten die Eigentümer die Immobilie nicht mehr verpachten, sondern wieder in Eigenregie betreiben. Die Familie habe die besten Erfahrungen mit dem Landhaus gemacht, wenn sie es selbst geführt habe. „In Familienhand lief es immer gut.“ Die Renovierung habe im Mai begonnen. Innen werde alles neu gemacht. Unter anderem seien die Teppiche herausgerissen worden, um neue Fußböden zu verlegen, so Brunngraber.
Ein Schwerpunkt der neuen Nutzung wird die Gesundheitsprävention sein. Im Landhaus Am Röschen soll es dazu Kurse, Seminare und Vorträge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Altenpflege geben, wie Brunngraber ausführte. Damit baut die Familie ihre Kompetenzen in der Altenpflege aus. Sie betreibt in Alpen-Veen und Sonsbeck-Labbeck bereits Senioren-Pflegeheime. Im Landhaus Am Röschen würden künftig auch die eigenen Mitarbeiter weitergebildet, sagte Brunngraber.
Gleichzeitig wolle die Familie die Immobilie wieder als Hotel mit acht Zimmern betreiben. Darüber hinaus sei ein Eventmanagement geplant, also die Vermietung von Räumen für Veranstaltungen oder Feiern. Diese Pläne würden aber Schritt für Schritt umgesetzt. „Wir werden im Betrieb wachsen“, machte Marc Brunngraber im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich.
Xantens Steuer auf sexuelle Vergnügen
Einnahmequelle Die „Steuer für sexuelle Vergnügungen in der Stadt Xanten“ wird nach der Fläche eines Betriebs berechnet. Der Steuersatz wurde im Laufe der Jahre erhöht. Je angefangene zehn Quadratmeter und Veranstaltungstag werden fünf Euro berechnet. Die Sexsteuer ist nicht nur eine Einnahmequelle, sondern soll den Betrieb des Gewerbes auch unattraktiver machen.
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