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WAZ 20.10.2014
CASTROP-RAUXEL. Alles neu im Bordell an der Auffahrt zur A42 in Castrop-Rauxel. Die Amnesia Saunabetriebs GmbH, die seit 2005 am Standort Westring 233a war, hat ihre Segel gestrichen. Auch die entsprechende Homepage ist bereits gelöscht. Aber: Es wird einen neuen Betreiber geben, erklärte Eigentümer Heinz Pfau am Montag.
Nach rund zehn Jahren sei das Etablissement, in dem zu guten Zeiten rund 30 Frauen ihre sexuellen Dienstleistungen angeboten haben, "in die Jahre gekommen". Und bedürfe deshalb einer Generalrenovierung.
Wie vor Ort zu sehen ist, lagert das einschlägige Mobiliar derzeit vor dem Gebäude, der neue Name soll laut Ankündigung auf mehreren Bändern "Great Palace" lauten. "Alles muss raus", sagte Pfau.
Ursprünglich ein Fitnessstudio, dann ein Saunaclub
Der schillernde Becklemer, seit Jahren Hofeigentümer im nördlichsten Stadtteil Castrop-Rauxels, hatte das Gebäude ursprünglich als Fitnessstudio errichtet, es vor neun Jahren aber dann als so genannten Saunaclub verpachtet.
Die umfangreichen Umbauarbeiten, bei denen der 59-Jährige selbst mit Hand anlegt, sollen bis Ende November beendet sein. Generalrenovierung soll 700.000 Euro kosten
Die Kosten für die Generalrenovierung, die er im Einvernehmen mit dem neuen Betreiber mache, bezifferte Pfau auf rund 700.000 Euro. Einzelheiten zu dem neuen Konzept wollte Pfau nicht nennen.
Der Standort des Bordells gilt als ideal, da gute Erreichbarkeit durch den Autobahnanschluss nebenan und gleichzeitig eine hohe Diskretion abseits der nächsten Wohnhäuser gewährleistet sind.
Ein Straßenstrich, der sich nach Schließung des Dortmunders unweit am Wanderparkplatz Westring etabliert hatte, hatte sich zeitweilig wieder aufgelöst, funktioniert aber offensichtlich von Zeit zu Zeit immer noch.
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Neuer Betreiber für Bordell in Castrop-Rauxel
CASTROP-RAUXEL. Alles neu im Bordell an der Auffahrt zur A42 in Castrop-Rauxel. Die Amnesia Saunabetriebs GmbH, die seit 2005 am Standort Westring 233a war, hat ihre Segel gestrichen. Auch die entsprechende Homepage ist bereits gelöscht. Aber: Es wird einen neuen Betreiber geben, erklärte Eigentümer Heinz Pfau am Montag.
Nach rund zehn Jahren sei das Etablissement, in dem zu guten Zeiten rund 30 Frauen ihre sexuellen Dienstleistungen angeboten haben, "in die Jahre gekommen". Und bedürfe deshalb einer Generalrenovierung.
Wie vor Ort zu sehen ist, lagert das einschlägige Mobiliar derzeit vor dem Gebäude, der neue Name soll laut Ankündigung auf mehreren Bändern "Great Palace" lauten. "Alles muss raus", sagte Pfau.
Ursprünglich ein Fitnessstudio, dann ein Saunaclub
Der schillernde Becklemer, seit Jahren Hofeigentümer im nördlichsten Stadtteil Castrop-Rauxels, hatte das Gebäude ursprünglich als Fitnessstudio errichtet, es vor neun Jahren aber dann als so genannten Saunaclub verpachtet.
Die umfangreichen Umbauarbeiten, bei denen der 59-Jährige selbst mit Hand anlegt, sollen bis Ende November beendet sein. Generalrenovierung soll 700.000 Euro kosten
Die Kosten für die Generalrenovierung, die er im Einvernehmen mit dem neuen Betreiber mache, bezifferte Pfau auf rund 700.000 Euro. Einzelheiten zu dem neuen Konzept wollte Pfau nicht nennen.
Der Standort des Bordells gilt als ideal, da gute Erreichbarkeit durch den Autobahnanschluss nebenan und gleichzeitig eine hohe Diskretion abseits der nächsten Wohnhäuser gewährleistet sind.
Ein Straßenstrich, der sich nach Schließung des Dortmunders unweit am Wanderparkplatz Westring etabliert hatte, hatte sich zeitweilig wieder aufgelöst, funktioniert aber offensichtlich von Zeit zu Zeit immer noch.
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RN 09.06.2020
Eine lange Narbe auf seiner Brust wird den Türsteher eines Saunaclubs immer an diesen Tag erinnern. Ein Gast soll nach einem Streit ums Geld ein Teppichmesser gezückt haben.
Der 30-Jährige trat nach vorn an den Richtertisch im Castrop-Rauxeler Amtsgericht und riss sein T-Shirt hoch, präsentierte seinen nackten Oberkörper. Zu sehen war – neben einer Menge Muskeln – eine lange Narbe. Schräg runter Richtung Bauchnabel zeigte die 20 bis 30 cm lange Linie, die ein Teppichmesser in den Körper geritzt hatte. Der vermutliche Täter, ein ebenfalls 30-jähriger Mann, soll den Mann aus der Sicherheitsbranche im Dezember 2018 angegriffen haben.
Tatort: Ein Saunaclub in der Stadt. Ein Etablissement, wo sich die Gäste in Bademänteln ein Getränk genehmigen und auf Bekanntschaft hoffen. Womit beim Angeklagten, der mit dem Besuch dort die Einladung eines Cousins angenommen hatte, der verhängnisvolle Abend begann.
Die Dame wollte mehr Geld
Denn nach einer Damenbekanntschaft mit Aufenthalt in einem separaten Raum, wie er schilderte, seien die Kosten für dieses Treffen in die Höhe geschnellt. „30 Euro hatte sie gesagt, doch jetzt wollte sie 100 haben“, schilderte der Angeklagte im Amtsgericht Castrop-Rauxel seinen Zorn.
„Ich wollte einen Zuständigen sprechen, mich beschweren“, so der Angeklagte weiter. Diskutiert wurde dann wohl mit einer Empfangsdame und dem Security-Mann. Es sei lauter geworden, man habe ihn geschlagen, so der Club-Kunde weiter. Er sei dann zu einem Geldautomaten geführt worden, der aber seine Karte nicht akzeptiert habe. Daraufhin habe man ihm das Handy abgenommen. „Und da waren Fotos von meinem getöteten Bruder drauf“, klagte er.
Das Geschehen verlagerte sich dann auf den Parkplatz. Der Angeklagte und sein Cousin wollen schon im Auto gesessen haben, als der Türsteher mit ein paar Leuten auf sie zukam. In der Hoffnung, sein Handy wieder zu bekommen, sei er ausgestiegen. Nahm, weil der Türsteher „so ein Riesentyp“ sei, sein Messer mit. „Ich wollte ihn nicht verletzten“, beteuerte der Angeklagte.
Stich statt Handkuss
Tatsächlich hat er dem Zeugen aber eine riesige Wunde zugefügt. Doch nicht nur die Narbe erinnert den 30-Jährigen an die Nacht. „Ekelhaft, ekelhaft, ekelhaft“, ereiferte er sich. „Ich habe in 5 Jahren meiner Tätigkeit schon viel gesehen, aber sowas noch nie.“ „Als er auf dem Parkplatz auf mich zukam, habe ich erst gedacht, er wolle mir die Hand küssen, Frieden schließen“, berichtete er. Doch der Gast zückte das Messer, verletzte den kräftigen Mann schwer.
„Ich habe geblutet, jetzt soll er bluten“, bemühte der Geschädigte ein drastisches Bild, und beteuerte, das Handy des Angeklagten gar nicht an sich genommen zu haben. Bevor der Richter ein Urteil fällt, will er noch den Cousin, der den Angeklagten in das Etablissement eingeladen hatte, sowie einen Kollegen des Geschädigten anhören.
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Streit im Saunaclub Türsteher mit Messer verletzt
Eine lange Narbe auf seiner Brust wird den Türsteher eines Saunaclubs immer an diesen Tag erinnern. Ein Gast soll nach einem Streit ums Geld ein Teppichmesser gezückt haben.
Der 30-Jährige trat nach vorn an den Richtertisch im Castrop-Rauxeler Amtsgericht und riss sein T-Shirt hoch, präsentierte seinen nackten Oberkörper. Zu sehen war – neben einer Menge Muskeln – eine lange Narbe. Schräg runter Richtung Bauchnabel zeigte die 20 bis 30 cm lange Linie, die ein Teppichmesser in den Körper geritzt hatte. Der vermutliche Täter, ein ebenfalls 30-jähriger Mann, soll den Mann aus der Sicherheitsbranche im Dezember 2018 angegriffen haben.
Tatort: Ein Saunaclub in der Stadt. Ein Etablissement, wo sich die Gäste in Bademänteln ein Getränk genehmigen und auf Bekanntschaft hoffen. Womit beim Angeklagten, der mit dem Besuch dort die Einladung eines Cousins angenommen hatte, der verhängnisvolle Abend begann.
Die Dame wollte mehr Geld
Denn nach einer Damenbekanntschaft mit Aufenthalt in einem separaten Raum, wie er schilderte, seien die Kosten für dieses Treffen in die Höhe geschnellt. „30 Euro hatte sie gesagt, doch jetzt wollte sie 100 haben“, schilderte der Angeklagte im Amtsgericht Castrop-Rauxel seinen Zorn.
„Ich wollte einen Zuständigen sprechen, mich beschweren“, so der Angeklagte weiter. Diskutiert wurde dann wohl mit einer Empfangsdame und dem Security-Mann. Es sei lauter geworden, man habe ihn geschlagen, so der Club-Kunde weiter. Er sei dann zu einem Geldautomaten geführt worden, der aber seine Karte nicht akzeptiert habe. Daraufhin habe man ihm das Handy abgenommen. „Und da waren Fotos von meinem getöteten Bruder drauf“, klagte er.
Das Geschehen verlagerte sich dann auf den Parkplatz. Der Angeklagte und sein Cousin wollen schon im Auto gesessen haben, als der Türsteher mit ein paar Leuten auf sie zukam. In der Hoffnung, sein Handy wieder zu bekommen, sei er ausgestiegen. Nahm, weil der Türsteher „so ein Riesentyp“ sei, sein Messer mit. „Ich wollte ihn nicht verletzten“, beteuerte der Angeklagte.
Stich statt Handkuss
Tatsächlich hat er dem Zeugen aber eine riesige Wunde zugefügt. Doch nicht nur die Narbe erinnert den 30-Jährigen an die Nacht. „Ekelhaft, ekelhaft, ekelhaft“, ereiferte er sich. „Ich habe in 5 Jahren meiner Tätigkeit schon viel gesehen, aber sowas noch nie.“ „Als er auf dem Parkplatz auf mich zukam, habe ich erst gedacht, er wolle mir die Hand küssen, Frieden schließen“, berichtete er. Doch der Gast zückte das Messer, verletzte den kräftigen Mann schwer.
„Ich habe geblutet, jetzt soll er bluten“, bemühte der Geschädigte ein drastisches Bild, und beteuerte, das Handy des Angeklagten gar nicht an sich genommen zu haben. Bevor der Richter ein Urteil fällt, will er noch den Cousin, der den Angeklagten in das Etablissement eingeladen hatte, sowie einen Kollegen des Geschädigten anhören.
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