Heute 03.10.2023
Mann lief heiß und zündete Saunaclub an
An der aufgeheizten Stimmung lag es nicht: Ein 32-Jähriger wird beschuldigt, Mitte Juli ein Bordell in Salzburg-Gnigl in Brand gesetzt zu haben.
Ein 32-Jähriger wird am Dienstag am Salzburger Landesgericht von der Staatsanwaltschaft in den Schwitzkasten genommen. Er soll im Sommer in der Garage eines Sauna-Clubs in Salzburg-Gnigl absichtlich Feuer gelegt haben. Eine Glasflasche mit Brandbeschleuniger und eine Gaskartusche überführten den Angeklagten.
Brand wegen Drogen-Schulden
Vor Gericht gab der vermeintliche Brandstifter an, er habe nicht aus eigener Initiative gehandelt, sondern einen Auftrag für den fiesen Feuer-Anschlag erhalten. Ein Bekannter habe den Kärntner dazu angestiftet, das Bordell anzuzünden. Im Gegenzug hätten dem 32-Jährigen Schulden in Höhe von 6.000 Euro erlassen werden sollen, die er beim Kauf von Drogen angehäuft hatte.
Der mehrfach vorbestrafte Beschuldigte war mit dem Wagen eines Bekannten zum Tatort gefahren. Den Autoschlüssel habe er von seinem Freund gestohlen, schützte er einen möglichen Komplizen. Er scheiterte mit dem wenig ausgeklügelten Plan , denn das Feuer wurde schnell entdeckt und gelöscht, bevor es in den Sauna-Club übergreifen konnte.
Dem Angeklagten wird auch illegaler Besitz einer Faustfeuerwaffe zur Last gelegt, sowie Urkundenfälschung und der unbefugte Gebrauch eines Fahrzeugs.
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Krone 03.10.2023
Brandanschlag auf Bordell wegen Drogenschulden
Ein drogensüchtiger Salzburger (32) gestand das Zündeln in einem Bordell. Er tat es laut seinem Geständnis im Auftrag seines damaligen Freundes. Für beide setzte es am Dienstag im Salzburger Landesgericht lange Haftstrafen.
Zwei Einheimische mit reichlicher Kriminalerfahrung wurden am Dienstag von vier Justizwachebeamten in den Verhandlungssaal 204 des Landesgerichtes geführt. Die Handschellen kamen für den Strafprozess ab. Es geht um versuchte Brandstiftung.
32-Jähriger bereits achtfach vorbestraft
Der bereits achtfach vorbestrafte Zündler (32) mit einem massiven Drogenproblem legte ein Geständnis ab: Er habe am 14. Juli einen Brandanschlag auf einen Saunaclub im Salzburger Stadtteil Gnigl durchgeführt. „Der Grund für die ganze Geschichte war eine Frau, eine Prostituierte“, erklärte er vor Gericht.
Gericht folgte Geständnis und sprach beide schuldig
In die Frau habe sich nämlich der mitangeklagte Salzburger (34) verliebt. Doch nach einem Streit mit dem Lokalchef durfte er nicht mehr in das Etablissement. Und er wollte offenbar auch nicht mehr, dass seine Angebetete dort arbeitet. Deshalb soll der 34-Jährige gesagt haben: „Nimm zwei Benzinkanister und zünd es an.“ Und dafür wurden ihm 6000 Euro an Drogen-Schulden erlassen, erzählt der 32-Jährige.
„Tilgung seines Herzschmerzes“
„Meine Intention war die Tilgung meiner Drogenschulden und die Tilgung seines Herzschmerzes.“ Genau das bestreitet der 34-Jährige aber vehement: Die ganze Geschichte habe sich der 32-Jährige wohl im Drogen-Rausch nur ausgedacht. „Ich habe sonst kein Motiv“, entgegnet der mutmaßliche Zündler. Er selbst sei dort nie Kunde gewesen. Und er belaste seinen damaligen Freund auch nur, weil dieser ihn mit der Sache im Stich gelassen hatte: „Ich will das nicht alleine verbüßen.“
Nach Anhörung mehrerer Zeugen folgte der Schöffensenat dem Geständnis und sprach beide Angeklagten wegen versuchter Brandstiftung schuldig. Für den geständigen Zündler setzt es dreieinhalb Jahre unbedingte Haft - er nahm das Urteil an. Der Mitangeklagte, der im Rückfall ist, bekam fünf Jahre unbedingte Haft - nicht rechtskräftig.
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SN 03.10.2023
Brandstiftung bei Bordell: Gefängnis für Duo
3,5 Jahre Haft für den Brandleger, fünf Jahre für den mutmaßlichen Anstifter.
Zwei bereits erheblich vorbestrafte Männer, ein gebürtiger Pinzgauer (32) und ein Stadt-Salzburger (34), sahen sich Dienstag vor einem Schöffengericht – neben anderen Delikten – mit dem Vorwurf der versuchten Brandstiftung bzw. der Bestimmung dazu konfrontiert. Laut Anklage hatte der bereits zehn Mal gerichtlich verurteilte 32-Jährige am 14. Juli bei einem Rotlichtlokal in Salzburg-Gnigl Feuer gelegt. Demnach hatte er am Garagengebäude des Saunaclubs eine Gaskartusche unter einen vollen Benzinkanister platziert und mit einem Stofftuch als Lunte Feuer entfacht. Der Brand wurde zum Glück rasch entdeckt und von der Feuerwehr gelöscht.
Der zweitangeklagte 34-Jährige, auch schon acht Mal verurteilt, soll den schwer drogensüchtigen 32-Jährigen zum Brandanschlag angestiftet haben. Der 34-Jährige soll dem Feuerleger dafür die Erlassung von 6000 Euro an Drogenschulden versprochen haben. Vor dem Senat (Vorsitz: Richterin Bettina Maxones-Kurkowski) zeigte sich der 32-Jährige (Verteidiger: Leopold Hirsch) voll geständig: „Ich habe das Feuer im Auftrag des Zweitangeklagten gelegt. Er hat gesagt, er erlässt mir meine Schulden für die 100Gramm Kokain und 200 Gramm Marihuana, die ich von ihm bekommen und nicht bezahlt habe. “ Der Erstangeklagte gab auch zu, mit dem Auto eines Bekannten, dessen Schlüssel er zuvor gestohlen hatte, zum Tatort gefahren zu sein – auf den Pkw habe er gestohlene Kennzeichen montiert gehabt. Nach Ausforschung des Erstangeklagten wurde bei ihm auch eine illegale Waffe –
eine Faustfeuerwaffe Marke Browning, 9 mm – sichergestellt.
Als Motiv, warum ihn der 34-Jährige zur Brandlegung bestimmt habe, sagte der 32-Jährige: „Er hatte sich in eine Prostituierte verliebt. Es hat ihn schwer belastet, dass sie dort arbeitet. Und als er dann in dem Club Lokalverbot bekam, hat er zu mir gesagt: "Nimm zwei Kanister und zünde
die Scheiße an.“
Der Zweitangeklagte wies den Vorwurf der Bestimmungstäterschaft energisch zurück. Sein Verteidiger Jörg Dostal: „Der Erstangeklagte steckt seit Jahren schwer im Drogensumpf – in dieser Szene sagt man viel. Er hat den Anschlag aus eigenem Antrieb gemacht.“ Das Gericht verurteilte den ge-
ständigen Erstangeklagten zu bereits rechtskräftigen dreieinhalb Jahren Haft. Der nicht geständige mutmaßliche Anstifter fasste sogar – nicht rechtskräftig – fünf Jahre Haft aus; bei ihm lagen die Voraussetzungen der Strafschärfung wegen Rückfalls vor.
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ORF 03.10.2013
Haftstrafen nach Brandstiftung in Bordell
Wegen einer Brandstiftung in einem Saunaclub bzw. Bordell in Salzburg-Gnigl sind am Dienstag zwei Männer zu fünf und dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein 34-Jähriger soll einen 32-Jährigen aus Liebeskummer dazu angestiftet haben, das Feuer zu legen.
Eine Glasflasche mit Brandbeschleuniger und eine Gaskartusche – damit entfachte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft Mitte Juli in der Garage des Saunaclubs das Feuer. Die Flammen wurden rasch entdeckt und von der Feuerwehr gelöscht.
Den Brand gelegt hatte der 32-jährige Pinzgauer. Er bekam dreieinhalb Jahre Haft, die bereits rechtskräftig sind. In einem dunkelblauen Anzug und mit einem schriftlich vorbereiteten Geständnis saß er am Dienstag vor Gericht. Der mehrfach wegen Suchtgiftdelikten vorbestrafte Mann war eloquent – auch wenn man ihm die jahrelange Drogenabhängigkeit anmerkte.
Der mutmaßliche Auftraggeber – sein ehemaliger Freund – saß ebenfalls im Saal. Er sei enttäuscht und wütend, dass dieser 34-Jährige ihn nach der Tat im Stich gelassen habe, sagte der Hauptangeklagte. Der 34-Jährige wurde von dem Schöffengericht am Dienstag zu fünf Jahren Haft verurteilt – diese Strafe ist noch nicht rechtskräftig.
Beziehung zu Prostituierter zerbrochen
Im Kern sei es bei der Brandstiftung im Juli darum gegangen, seinen Freund zu rächen, gab der 32-Jährige an. Der Salzburger, bei dem er auch Drogenschulden hatte, sei nämlich mit einer Prostituierten zusammen gewesen. Diese habe kurz mit dieser Arbeit aufgehört, dann aber wieder angefangen, als sie der 34-Jährige nicht mehr finanziell absichern habe können.
Erlass von Drogenschulden für Brandstiftung
Irgendwann habe der ebenfalls mehrfach vorbestrafte 34-Jährige dann im Saunaclub ein Hausverbot bekommen, und die Beziehung zu der Frau sei zerbrochen. Im Liebeskummer soll der Zweitangeklagte ihm schließlich aufgetragen haben, das Lokal anzuzünden. Dafür würden ihm dann auch 6.000 Euro Drogenschulden erlassen. Er habe sonst kein Motiv für die Tat gehabt.
Der mutmaßliche Auftraggeber leugnete das vor Gericht. Er sagte, der Pinzgauer wollte im Saunaclub Fuß fassen und dort Drogen verkaufen. Weil das nicht geklappt habe, habe er eben versucht, das Haus anzuzünden.
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