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Hohenthurn
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Red Light News
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#2

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KZ 21.06.2016
Antrag für Bordell wird geprüft

Geplantes Großbordell im Villacher Gewerbegebiet regt weiter auf. Frauenreferentin Gerda Sandriesser nimmt Stellung. Sie bietet Prostituierten im Bedarfsfall Hilfe an.

Rein rechtlich dürfte das im Villacher Gewerbegebiet geplante Großbordell, in dem bis zu 70 Prostituierte arbeiten sollen, auf festen Beinen stehen. Da sich in der gesetzlich festgelegten 300-Meter-Schutzzone weder Schulen, Kindergärten, Kasernen noch Kirchen befinden. Sollten auch die Bau- und Hygienevorschriften eingehalten werden, wird das Etablissement von den zuständigen Behörden wohl genehmigt werden. Ob man das will oder nicht.

Villachs Stadträtin Gerda Sandriesser nimmt in ihrer Position als Frauenreferentin Stellung: "Es gibt einen Bauwerber. Sollte er die Auflagen erfüllen, kann man leider nichts dagegen machen. Aber noch ist der Antrag in Bearbeitung, daher ist die Sache noch nicht gegessen." Ihr Nachsatz: "Sollte es eine Genehmigung geben, wissen wir immerhin, wo die Frauen sind und dass sie regelmäßig zum Gesundheitsamt gehen, das ist die positive Seite." Andererseits hofft Sandriesser, dass die Frauen in den Villacher Bordellen dort freiwillig sind und zu nichts gezwungen werden. "Gewalt und Zwangsprostitution - speziell von Minderjährigen - verurteile ich auf das Schärfste."

Die Frauenreferentin gibt allerdings zu bedenken, dass man trotz der strengen und genauen Kontrollen nicht genau wissen könne, was im "dunklen Hinterzimmer" passiere.

Sandriesser bietet jedenfalls ihre Hilfe an. "Bisher ist zwar erst eine Dame mit mir in Kontakt getreten, aber zu mir können die Frauen immer kommen, sollten sie Probleme haben."
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KZ 21.06.2016
Proteste gegen Bau von Mega-Bordell

In Hohenthurn im Gailtal wird Kärntens größtes Bordell errichtet. In dem "Wellnessclub" nahe der italienischen Grenze sollen mehr als 100 Prostituierte arbeiten.

Sieben Millionen Euro werden investiert, 40 normale Arbeitsplätze geschaffen, vom Hausmeister bis zu den Reinigungskräften, und dann kommt ja auch noch die Kommunalsteuern dazu!" Florian Tschinderle, ÖVP- Bürgermeister von Hohenthurn im Unteren Gailtal, freut sich über einen nicht unumstrittenen Coup. Nicht näher benannte Investoren aus Deutschland und aus der Schweiz bereichern die 807-Einwohner-Gemeinde um einen so genannten Wellnessclub.

Bis vor Kurzem hat es dafür nicht gut ausgeschaut: Unstimmigkeiten unter den Investoren brachten einen monatelangen Baustopp und schienen ein Aus besiegelt zu haben. Zur Freude kritischen Gemeindebürger. Seit April wird jedoch wieder gebaut. "Ein solches Projekt ist gegen alle christlichen Werte. Man hat kaum mitbekommen, dass Arbeiten wieder aufgenommen worden sind, das wird sicher noch zum Thema", ist Elisabeth Wiesflecker, die Obfrau des Pfarrgemeinderates empört.

Enorme Ausmaße

Die Wiederaufnahme des Baus ging auch deshalb so unbemerkt über die Bühne, weil der Standort fernab der Bundesstraße und von Wohngebieten liegt. Dafür sind die Ausmaße der Anlage, die in einem Wald am Flussufer errichtet wird, enorm: Mindestens 100 bis kolportierte 140 Frauen sollen in dem Club arbeiten. Damit wäre das Bordell das größte Kärntens. Vor allem Freier aus Italien und Slowenien, wo Prostitution gänzlich verboten ist, sollen Geld in die Kassen der Betreiber und in weiterer Folge in die der Gemeinde schwemmen. Kritiker befürchten, der versteckte Standort könnte auch Drogengeschäfte anziehen.

Bei der Polizei ist man gerüstet. "Wir haben eigens ausgebildete Kriminalisten, die monatlich alle Etablissements überprüfen. Außerdem setzten wir Schwerpunktaktionen", sagt Kripo-Chef Gottlieb Türk. Im Raum Villach wird angesichts eines weiteren Großbetriebes, der sexuelle Dienstleistungen anbietet, wohl auch das Personal der Exekutive verstärkt werden. "Es ist erschütternd, dass ein Bürgermeister einer kleinen Gemeinde so etwas für einige Einnahmen notwendig hat", gibt Schwester Silke Mallmann von Talitha, der Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel, zu bedenken. "Das Mindeste wäre es hier einen Sozialarbeiter direkt bei der Meldestelle der Polizei einzusetzen. Dort könnte man die Frauen über Rechte und die Möglichkeit und Hilfe zum Ausstieg informieren."

Bürgermeister Tschinderle beruhigt unterdessen: "Man wollte am Standort auch ein Kasino und ein Hotel realisieren. Es gibt viele renommierte Bewerber. Doch mehr als den bisher genehmigten Betrieb wird es vorerst nicht geben."
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KZ 22.06.2016
Neues Bordell mitten im Wald

Während andernorts protestiert wird, freut sich Hohenthurn auf Bordell: "Belebung für Wirtschaft!"

Man muss nur das richtige Gelände finden, dann gibt es keine Probleme", sagt der Bürgermeister von Hohenthurn Florian Tschinderle. Während in Fürnitz und Villach/Maria Gail (bereits vom Tisch) Anrainer gegen Bordelle protestierten, wird das unter "Wellnesstempel" firmierende Etablissement auf dem Industriegelände Hohenthurn vorangetrieben - im Dezember ist es fertig.

Einzige Anrainer sind der Wald und die angrenzende Autobahn. Das neue Etablissement wird auch eine eigene Küche, ein Restaurant sowie einen Hotelbetrieb für Übernachtungen bieten. Investiert werden sechs Millionen Euro, 20 Arbeitsplätze werden geschaffen. Investor ist eine Schweizer Gruppe, betrieben wird das Bordell von Österreichern. In Hohenthurn freut man sich sogar auf das Bordell: "Für die Gemeinde ist dies natürlich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiger neuer Betrieb, wir profitieren von der Kommunalsteuer", sagt Tschinderle.

Bordell statt Industrie

Im Jahre 2008 hat die Gemeinde das Industriegelände auf 14 Hektar aus dem Wald gestampft. In der Zwischenzeit ist das Gelände an Kanal-, Wasser- und Stromnetz angeschlossen. 1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde investiert. Der erste Betrieb, der sich ansiedelte, war voriges Jahr die russische Firma "Kraftool", eine Werkzeugfirma, die vor allem im osteuropäischen Raum verkauft. 20 Arbeitsplätze wurden geschaffen. Dass der zweite Betrieb auf dem Industriegelände nun ein Bordell wird, hat der Gemeinde zwar Kopfzerbrechen beschert, nach langem Zögern gab man aber grünes Licht. "Es ist die größte Baustelle im Gailtal und eine Belebung für die Wirtschaft", sagt Tschinderle. Der "Wellnesstempel" wurde bereits nach Gewerbe-, Prostitutions- und Baurecht genehmigt.
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Eröffnung

#3

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KZ 21.06.2016
Schaulustige stürmten neues Riesen-Bordell

Familienausflüge zum Tag der offenen Sexclub-Tür in Hohenthurn. Mehr als 1000 Besucher besichtigten die Räumlichkeiten. Auch Bürgermeister Florian Tschinderle jubelt.

Man nennt sich "Wellnessclub" und propagiert "Erotik, Genuss und Exklusivität auf höchstem Niveau". Was am Wochenende im unteren Gailtal eröffnet wird, ist aber nicht mehr und nicht weniger als ein Bordell. Im größten Betrieb dieser Art in Kärnten werden mehr als 100 Prostituierte arbeiten. Trotz Protesten aus der Bevölkerung hat die Gemeinde dem Unternehmen seinen Segen gegeben. ÖVP- Bürgermeister Florian Tschinderle darf sich sogar in einer Presseaussendung des "Clubs" über "wirtschaftliche Vorteile" freuen: "Es entstehen hiermit in unserer Gemeinde Unglaublich: Der Rechner zeigt sofort den Wert Ihres Hauses –… schauen Sie mal! Hauswert 36 neue feste Arbeitsplätze."

Am vergangenen Samstag hatte das Bordell zum Tag der offenen Tür geladen. Der Andrang übertraf alle Erwartungen der Betreiber. Mehr als 1000 Besucher, unter ihnen auch Familien mit Kindern, besichtigten die Räumlichkeiten, zu denen neben einem Restaurant und dem Wellnessbereich auch 20 "Animierzimmer" zählen. In einem separaten Trakt der Anlage befinden sich 42 Hotelzimmer. Die Nachfrage ist laut Geschäftsführer Michael Müller enorm, vor allem aus Italien und Slowenien: "Wenn alle Gäste kommen, die sich angekündigt haben, sind wir bis Ostern kommenden Jahres ausgebucht."
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KZ 21.06.2016
Politiker bei Bordell-Eröffnung

ÖVP-Bürgermeister von Hohenthurn im Gailtal gratulierte Betreibern eines "Wellnessclubs" mit 100 Prostituierten zur Eröffnung. Nicht alle in seiner Partei freuen sich darüber.

Wenn schon, denn schon: Florian Tschinderle, ÖVP-Bürgermeister von Hohenthurn, steht nicht nur voll hinter der Errichtung eines "Wellnessclubs" mit 100 Prostituierten in seiner Gemeinde und hat sich dafür, wie berichtet, in einer Pressemitteilung der Bordellbetreiber abfeiern lassen. Der Kommunalpolitiker nahm dieser Tage auch an der Eröffnungsfeier des Etablissements teil.

"Natürlich bin ich da gewesen", bestätigt er. "Als Gemeinde schauen Sie mal! Hauswert haben wir mit dem Unternehmen und den am Bau beteiligten Firmen ja gut zusammengearbeitet." Tschinderle hat die Errichtung des Bordells und des dazugehörigen Hotels mit 42 Zimmern immer verteidigt. Dadurch würden mehr als 30 neue Arbeitsplätze entstehen und die Gemeinde im unteren Gailtal hätte zusätzliche Einnahmen. "Besser die Prostitution läuft im geordneten Rahmen ab als illegal in irgendwelchen Wohnungen", so Tschinderle. An seiner Teilnahme an der abendlichen Bordelleröffnung, bei der - im Unterschied zum zuvor abgehaltenen "Tag der offenen Tür" - Prostituierte anwesend waren, findet der Bürgermeister nichts Anstößiges. "Ich habe mich nicht in dem Bereich aufgehalten, in dem die Damen tätig sind, sondern nur in der VIP-Lounge", sagt Tschinderle.

Kritik

Parteiintern hält sich der Applaus in Grenzen. Herbert Gaggl, Obmann des ÖVP-Familienbundes, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Moosburg, spricht von einem "schlechten Signal". Er selbst würde an einer solchen Feier auf keinen Fall teilnehmen. "Man darf nicht scheinheilig sein und so tun, als ob es dieses Gewerbe nicht gibt", so Gaggl. "Als Bürgermeister sollte man auf diese Art von PR aber verzichten."
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KZ 21.06.2016
Warum sich Bürgermeister von Bordell überzeugen ließ

Kärntens größtes Puff sorgt für Jobs, Geld und ein Okay vom Pfarrer, schwärmt Hohenthurns Gemeindechef Florian Tschinderle. Mehr als 1000 Besucher besichtigten die Räumlichkeiten in Hohenthurn.

Nein, Kritik an der Ansiedlung von Kärntens größtem Puff lässt Gemeindechef Florian Tschinderle nicht gelten. Zuerst war er dagegen. Dann wollte er wissen, "was es uns bringt. Nicht in Sachen Animation, sondern in Sachen Wertschöpfung". Das habe ihn überzeugt: 80 Leute haben mitten in der Wirtschaftskrise einen Job beim Verbauen von acht Millionen Euro, hinzu kommen 30 Dauerarbeitsplätze. "Außerdem stärkt der Betrieb den Strukturhaushalt, etwa durch die Kanalgebühren. Das kommt jedem Bürger zugute."

Bürgermeister aus Nachbarregionen hielten seine Entscheidung für "mutig", berichtet Tschinderle. Gut, der "Wellnesstempel" sei nicht die beste Lösung, aber die Gemeinde dürfe sich dem nicht verschließen. Nicht zuletzt deshalb, weil viele andere Firmen nur deshalb über eine Ansiedlung in Hohenthurn verhandelt hätten, um "Förderungen abzuräumen und nach fünf Jahren wieder wegzugehen".

Der Pfarrer habe grünes Licht gegeben: "Wenn die Gesellschaft das braucht, dann ist das zu akzeptieren."
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#4

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KZ 16.06.2016
Kärntner Orts-SP gegen Wahlrecht für Prostituierte

In der kleinen Kärntner Gemeinde Hohenthurn ist im Vorfeld der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen ein Streit um das Wahlrecht von Prostituierten ausgebrochen. Unter den 711 Wahlberechtigten sind nämlich 30 EU-Ausländerinnen, die zum Stichtag als Prostituierte im örtlichen Bordell angemeldet waren. Ihretwegen ficht die örtliche SPÖ die Wählerliste an, berichtete die "Kleine Zeitung" am Dienstag.

Der Chef der roten Ortspartei, Thomas Galle, befürchtet eine "massive Verschiebung der tatsächlichen politischen Verhältnisse, sollten diese Personen wirklich wählen". 30 Stimmen entsprächen einem Mandat, sagte er zur APA. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Damen wissen, was sie da tun. Sie wissen ja gar nichts von der Gemeinde."

Laut Bürgermeister Florian Tschinderle (ÖVP) sind inzwischen nur mehr zwölf der 30 Frauen in dem Bordell in Hohenthurn. Er könne ihnen als EU-Bürger das Wahlrecht nicht verwehren. "Es gibt ein Gesetz." Wenn die Frauen ihren Lebensmittelpunkt in Hohenthurn hätten, dürften sie auch wählen. "Im Grunde ist es eine Diskriminierung, wenn ich sage, jemand, der in dem Gewerbe tätig ist, hat kein Wahlrecht." Über den Antrag der SPÖ Hohenthurn entscheidet die Gemeindewahlbehörde in den kommenden Tagen.
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#5

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KZ 29.06.2016
Großbordell bekam Feuerwerk genehmigt

Ein Großbordell in der Gemeinde Hohenthurn bekam ein Feuerwerk zu Silvester genehmigt - obwohl in der angrenzenden Gemeinde Arnoldstein jede Art von Silvester-Knallerei verboten ist.

Staunen und Unverständnis - das waren die Reaktionen von Arnoldsteins Bürgermeister Erich Kessler, als er hörte, dass direkt an seiner Gemeindegrenze in der Silvesternacht ein Feuerwerk abgebrannt werden soll. "Wir verbieten in der gesamten Gemeinde jegliche Art von Feuerwerk, aber direkt an der Gemeindegrenze erlaubt das mein Amtskollege", ärgert sich Kessler.

Pikant sind auch der Auftraggeber des Feuerwerks: es sind schauen Sie mal! Hauswert die Betreiber eines Großbordells in der Gemeinde Hohenthurn. Geschäftsführer Martin Mayer: "Wir haben dafür eine professionelle Firma engagiert und alles völlig korrekt angesucht und bekamen es genehmigt." Dass die angrenzende Gemeinde Arnoldstein - das Bordell steht quasi an der Gemeindegenze in einem Waldgebiet - ein Verbot erließ, beschäftige ihn nicht.

Bürgermeister zieht Notbremse

Die Genehmigung bestätigt auch Hohenthurns Bürgermeister Florian Tschinderle. "Das Ganze wurde vor drei Wochen genehmigt und war auch allen Behörden und Feuerwehren bekannt." Nun zieht er aber die Notbremse: "Die Gefahr eines Brandes ist einfach zu groß. Ich habe nun jegliche Silvester Knallerei untersagt."
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KZ 24.11.2021
Großbordell-Betreiber übernimmt Villacher Nachtclub

Veränderungen im Rotlicht-Milieu der Region Villach: Großbordellbetreiber in Hohenthurn übernahm Etablissement in Villach. Pandemie erhöht Frequenz in der Szene. Nur eine Genehmigung in Villach.

Wie in vielen anderen Branchen hat Corona auch im Nachtclub-Milieu Spuren hinterlassen. Wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt, befindet sich in der Gemeinde Hohenthurn das größte Bordell in der Region Villach. Über Monate hielt das Etablissement während des Lockdowns geschlossen, seit dem Frühjahr freut sich der Betreiber über mehr Besucher und einen Trend zu längeren Aufenthalten. Bislang war der Club vorrangig bei italienischen Gästen beliebt. Aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Pandemie wurden jedoch zunehmend deutsche Urlauber auf das Wellness-Resort aufmerksam."Die meisten Gäste bleiben über das Wochenende oder für mehrere Tage", berichtet Wellcum-Manager Cristiano Fabris.

Bewilligung für zehn Jahre

In Hohenthurn verzeichnet das Bordell ein Besucherplus, in Villach wird der Betreiber neu aufschlagen. Im Juni übernahm der Wellcum-Geschäftsführer das Andiamo in Villach. Der Nachtclub wurde als erster Club Österreichs nach dem Vorbild deutscher Sauna-Clubs eröffnet. Bereits im Juli vergangenen Jahres wurde um die Erneuerung der Genehmigung angesucht, heuer im Mai wurde sie erteilt. Daraufhin wurden im Sommer in erste Veränderungen rund 100.000 Euro investiert. "Die Genehmigung gilt für zehn Jahre und maximal 90 Prostituierte", erklärt Villachs Behördenleiter Alfred Winkler.

Im Kampf gegen die Bordelldichte hat die Stadt Villach in den vergangenen Jahren die Auflagen zur Betreibung eines Rotlicht-Klubs deutlich verschärft. Inzwischen gibt es nur mehr eine Genehmigung, einst gab es zwölf Nachtclubs.In Bordellen gilt aktuell die 3G-Regelung. Die Mutmaßung, dass sich der Lockdown auf illegale Wohnungsprostitution ausgewirkt hat, bestätigt die Villacher Polizei nicht.
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#7

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KZ 06.01.2022
Großer Corona-Cluster in einem Kärntner Bordell

Betroffen ist ein Betrieb in der Gemeinde Hohenthurn im Bezirk Villach-Land, direkt an der Grenze zu Italien. Mehrere Frauen wurden positiv getestet.

Wie das Land Kärnten am Donnerstag mitteilt, gibt es in einem Bordell im Bezirk Villach-Land nahe der Grenze zu Italien einen größeren Corona-Cluster. "Neun Damen wurden dort positiv getestet", sagt Gerd Kurath, Chef des Landespressedienstes. Betroffen ist der Betrieb "Wellcum - Spa for Men" in Hohenthurn.

Personen, die sich dort in der Zeit zwischen 31. Dezember 2021 und 5. Jänner 2022 aufgehalten haben, sollen dringend ihren Gesundheitszustand beobachten. Bei Symptomen ist die Gesundheitshotline 1450 anzurufen.
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#8

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KZ 24.11.2022
Villacher Großbordell sorgt in Italien wieder für Medienrummel

Für die Wiedereröffnung sucht der Betrieb noch dringend mehrsprachiges Personal. Laut dem Manager, einem gebürtigen Italiener, scheitert es auch an der Moral.

Überall suchen Gastronomiebetriebe händeringend Mitarbeiter. Auch in der Rotlichtszene. Das ist aus einem Artikel der italienischen Tageszeitung "Il Gazzettino" herauszulesen, in dem über die Neueröffnung eines sogenannten Saunaclubs in Villach berichtet wird. Das Großbordell sucht derzeit noch ein halbes Dutzend Mitarbeiter, wie der Manager in dem Artikel berichtet.

Keine Sexarbeiterinnen

Dabei handelt es sich aber nicht um Sexarbeiterinnen, sagt der gebürtige Italiener. Er benötige Personen, die Interessierten am Telefon Auskunft in Deutsch, Englisch und Italienisch geben und die am Empfang arbeiten. Sie sollten Kunden auch das "Prozedere" in dem Club erklären. An der Bezahlung könne es nicht liegen, meint der Manager. Er zahle – je nach Aufgabe – zwischen 1500 Euro (beim Empfang) und 3000 Euro (für den Küchenchef) netto.

Keine unrespektable Arbeit

Der Italiener glaubt zu wissen, warum sich bisher so wenige Menschen bei ihm für ein Einstellungsgespräch gemeldet haben: "Durch die Pandemie haben viele Arbeitskräfte in andere Branchen gewechselt. Bei uns kommt halt auch dazu, dass viele potenzielle Arbeitnehmer Familie haben. Da wollen dann die Frauen nicht, dass sie sich in unserem Sektor eine Arbeit suchen. Die Frauen ihrerseits akzeptieren aber auch keine Arbeit als Kellnerin oder am Eingang in unserem Metier, obwohl wir keine unrespektable Arbeit anbieten."
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